Margarete Lanner

Margarete Lanner, auch Marga Lanner, verheiratete Margarete Gräfin Aichelburg (* 17. Februar 1896 in Hamburg als Margarethe Helene Langlotz; † 1981 in Wien) war eine deutsche Stummfilm- und Theater-Schauspielerin.

Margarete Lanner begann ihre Bühnenlaufbahn 1917 in Hanau. Nach einer weiteren Verpflichtung – in Frankfurt am Main spielte sie am Neuen Theater und den Kammerspielen – kehrte sie 1919 in ihre Geburtsstadt Hamburg zurück, wo sie von der dort ansässigen Produktionsfirma Vera-Filmwerke GmbH ihren ersten Filmvertrag erhielt und noch im selben Jahr in Brutal vor der Kamera debütierte.

In der Folgezeit wurde Margarete Lanner häufig besetzt; allein 1920/21 sah man sie in nahezu einem Dutzend Filmen an der Seite von nach Hamburg gereisten Stars wie Emil Jannings und Conrad Veidt. Es waren durchgehend Produktionen von künstlerisch minderer Bedeutung, in denen Margarete Lanner meist die weibliche Hauptrolle erhielt. In Sklaven der Rache spielte sie sogar eine Doppelrolle.

Inzwischen in Berlin eingetroffen, setzte sie dort 1924 ihre Filmkarriere mit Hauptrollen in weiterhin unspektakulären Produktionen fort. Ihre Mitwirkung in Fritz Langs legendärer Inszenierung Metropolis beschränkt sich auf eine bis dahin seltene Nebenrolle. Kurz vor Ende des Stummfilmzeitalters, nach einer weiteren Reihe von Neben- und seltener werdenden Hauptrollen, beendete Margarete Lanner ihre Arbeit für das Kino weitgehend. Im Tonfilm war sie lediglich 1936 mit Nebenrollen in zwei Produktionen der Euphono-Film zu sehen gewesen.

Danach verschwand sie weitgehend aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit und kehrte unter der Namenskurzform Marga Lanner als Schauspielerin und Sängerin zum Theater zurück. Festengagements erhielt sie jedoch kaum mehr, belegt ist eine Verpflichtung an die Städtische Bühne von Innsbruck in der Spielzeit 1938/39.