Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse

Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse ist eine deutsche Filmbiografie der DDR-Filmproduktionsgesellschaft DEFA Potsdam-Babelsberg, der 1955 unter der Regie von Kurt Maetzig entstand. Im Jahr 1954 erschien der erste Teil Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse.

Das Werk beginnt 1930 und endet mit der Ermordung Thälmanns im Jahr 1944. Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Kampf um die Einheitsfront der deutschen Arbeiter gegen die Nationalsozialisten, Thälmanns Verhaftung nach der Machtergreifung Hitlers und die 11 Jahre Haft, welche er heldenhaft erträgt. Zur tragenden Gestalt des zweiten Teils wird Ännes Mann Fiete Jansen, der bereits im ersten Teil als Freund und Kämpfer an Thälmanns Seite stand. Er kämpft in Spanien für die Sache des Volkes und später in den Reihen der Roten Armee, wo er für eine schnelle Beendigung des faschistischen Krieges eintritt.

Wie in vielen propagandistischen Filmen finden sich auch in Ernst Thälmann – Führer seiner Klasse Verfälschungen historischer Tatsachen.

Das Werk kann als einer der wichtigsten Propagandafilme der DDR gewertet werden.

Er entstand als erster Spielfilm der Welt, der mit einem kombinierten Stereo-Lichttonverfahren realisiert und im eigens dafür umgerüsteten Berliner Kino Babylon mit dieser Stereo-Raumton-Technik uraufgeführt wurde. Diese filmtechnische Pionierleistung basierte auf den Entwicklungen der Ingenieure Fritz Hodann und Dr. Ulrich Dietrich im damaligen DEFA-Betriebslabor. Parallel erfolgte der Bau eines mehrkanaligen Magnetfilm-Gerätes MA 35 und bei AGFA-Filmfabrik Wolfen die Herstellung eines ersten 35 mmm breiten perforierten Magnetfilmes Typ C-2. Um die für die Stereofonie jeweils in doppelter Ausführung nötige Röhren-Verstärker-Technik wurde vom Anlagebau ein neuer spezieller 8-Tonnen-Tonwagen („Nr

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.5″) bereitgestellt. Die Firma Neumann in Gefell hatte mit finanzieller Unterstützung durch das Kulturministerium der DDR hierfür neue Kondensatormikrofone vom Typ M 14S entwickelt.

Am 11. November 1954 fiel die erste Stereo-Klappe auf dem DEFA-Filmgelände. Tonmeister Schmidt saß am Tonaufnahmepult und die Tonassistenten Ernst Beltz, Konrad Walle, Manfred Klahre und Rudi Schulzendorf hielten abwechselns an langen Galgenstangen in bis zu 8 Meter Basisabstand das Stereo-Mikrofonpaar. Der erzielte Stereo-Lichtton machte jedoch bei den Voraufführungen vor geladenem Fachpublikum und Vertretern des Kulturministeriums nicht den von den Technikern erhofften Eindruck. Das aufwändige Mehrkanal-Tonaufnahme- und Wiedergabeverfahren verschwand wieder in der Versenkung.

„Die führende Idee dieser Filme (Ernst Thälmann I und II) war für mich, dass dieser Arbeiterführer Ernst Thälmann gesagt hatte: ‚Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, und wer Hitler wählt, wählt den Krieg.‘ Allein diese klare Aussage rechtfertigte den Film, der aber in vielen Einzelheiten von der stalinistischen Geschichtsauffassung geprägt ist

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. (…) Der Film versucht, Thälmann auf einen Sockel zu stellen. Und das halte ich für falsch, hielt ich übrigens damals schon. (…) Ich habe den Film gemacht, und der erste Teil ist meiner Meinung nach in Grenzen ansehbar und hat auch künstlerische Qualitäten, während der zweite Teil mehr und mehr abfällt wegen der Überfülle des Stoffes und der Idealisierung der Gestalt. In vielen Punkten ist er mir einfach peinlich.“

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