Dashboard Confessional

Dashboard Confessional ist der Künstlername des US-amerikanischen Musikers Christopher Ender Carrabba, der auch Bandleader der gleichnamigen Musikgruppe ist.

Mit 15 Jahren bekam Christopher Ender Carrabba seine erste Gitarre von seinem Onkel Angelo geschenkt. Erst nach seinem High-School-Abschluss fing er jedoch an sich ernsthaft mit Musik zu beschäftigen. So kam es, dass er ein paar Jahre in der Band The Vacant Andies spielte. Als es zur Auflösung der Band kam, wechselte Carrabba, der inzwischen als Grundschullehrer in Florida arbeitete, zu The Agency und veröffentlichte mit ihnen sein erstes Album. Als Christopher anfing beim Einspielen dieser Platte mit Akustikaufnahmen zu experimentieren, versuchten seine Bandmitglieder, von seinen Stücken beeindruckt, ihn zu überreden, eine Akustik-Solo-Karriere zu starten. Nachdem sich auch The Agency trennten, trat Christopher jedoch als Sänger der christlichen Emocore-Band Further Seems Forever bei, von der er sich aber nach Veröffentlichung des ersten Albums The Moon is Down wieder verabschiedete, um doch endgültig seine eigenen Wege gehen zu können. Auf der Suche nach einem Namen lässt er sich von der Textzeile “On the way home this car hears my confessions” aus seinem Lied The Sharp Hint Of New Tears inspirieren und nennt sich Dashboard Confessional.
Die Band entstand als Solo-Projekt von Chris Carraba, welcher 2000, als seine erste Solo-LP The Swiss Army Romance erschien, noch in der Band Further seems Forever spielte. Er wurde von Vagrant Records verpflichtet, die ansonsten auf Bands wie The Get Up Kids oder Alkaline Trio setzten. 2001 erschien sein zweites Album The Places you have come to fear the most, auf dem er weiterhin akustische Musik lieferte. Mit seinem Nachfolgealbum A Mark A Mission A Brand A Scar zeigte er dann jedoch eine Abkehr von seiner typischen akustischen Musik und ließ sich von einigen Freunden (u.a. Jerry Castellanos, welcher auch bereits bei Further seems Forever dabei war) mit E-Bass, Schlagzeug und Hintergrundgesang unterstützen. Produziert wurde das Album von Gil Norton, der unter anderen schon an Werken von den Foo Fighters und Pixies mitgearbeitet hat.
Dashboard Confessional ist die erste und bisher einzige Band, die es geschafft hat, für eine MTV-Unplugged-Show eingeladen zu werden, ohne Millionenverkäufe hinterlegt zu haben. Dies hat sie zum Großteil ihren Fans zu verdanken, die mit ihrem Gesang bei den Konzerten einen MTV-Produzenten dahingehend überzeugen konnten. Erst dieses Konzert sorgte für den endgültigen Durchbruch von Dashboard Confessional.
Ihr Titel Hands Down wurde in Deutschland einem breiteren Publikum bekannt, als er zur Titelmelodie der Fernsehserie 18 – Allein unter Mädchen wurde.
Die Single Stolen, die in den US-Charts auf Platz 44 platziert war, wurde für den deutschen Markt in einer Version mit der Band Juli aufgenommen.
Das neue Album „Alter The Ending“ ist am 10. November 2009 erschienen. Es gibt eine normale sowie eine „deluxe“-Edition, bei der auf einer zusätzlichen CD alle Tracks des Albums als Akustik-Versionen sowie ein weiterer Bonussong enthalten sind. Die erste Single des neuen Albums trägt den Titel „Belle Of The Boulevard“.
2010 spielte die Band als Opener für Bon Jovi auf deren The Circle Tour in den USA. Dies wurde von Bandleader Jon Bon Jovi in der Show „Late Night with Jimmy Fallon“ am 9. Dezember 2009 bekannt gegeben.

National Science Foundation

Die National Science Foundation (NSF) ist eine unabhängige Einrichtung der Regierung der Vereinigten Staaten mit Sitz in Arlington, Virginia, deren Aufgabe die finanzielle Unterstützung von Forschung und Bildung auf allen Feldern der Wissenschaften mit Ausnahme der Medizin ist. Sie wurde am 10. Mai 1950 gegründet. Mit einem jährlichen Budget von ca. 6,9 Milliarden Dollar (2010) repräsentiert sie 20 Prozent der gesamten Zuschüsse der US-Regierung für Grundlagenforschung an Hochschulen. In einigen Bereichen wie Mathematik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften und Sozialwissenschaften ist die NSF die Hauptdrittmittelquelle für Forschung. Pro Jahr werden etwa 40.000 Projektanträge gestellt, von denen etwa 10.000 gefördert werden. Seit Oktober 2010 führt Subra Suresh die NSF.

Die NSF ist in sieben Direktorate organisiert:
Andere nationale Forschungsförderungseinrichtungen der USA sind die National Aeronautics and Space Administration (NASA) und das National Institutes of Health (NIH). Auf militärischem Gebiet ist die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) bedeutend.
Vergleichbare Einrichtungen sind die Deutsche Forschungsgemeinschaft, der Schweizerische Nationalfonds und die britische Royal Academy of Engineering.

Minimalpaar

Phonologisch gesehen bilden zwei Wörter oder Ausdrücke ein Minimalpaar, wenn sie die gleiche Anzahl an Lauten aufweisen, unterschiedliche Bedeutung haben und sich dabei nur in einem Laut oder in einem Phonem unterscheiden. Als weitere Bedingungen für Minimalpaar werden gelegentlich eine gleiche Wortstruktur sowie Zugehörigkeit der beteiligten Wörter zu ein und derselben Wortart bestimmt. Vorausgesetzt ist dabei, dass die ganzen Betrachtungen innerhalb einer Sprache oder Sprachfamilie stattfinden. Durch systematische Bildung von Minimalpaaren kann man die Phoneme einer Sprache bestimmen. Die Menge aller Phoneme einer Sprache bezeichnet man als Phoneminventar dieser Sprache.

Wenn zwei Laute allein den Unterschied zwischen zwei Wörtern ausmachen, so kann man daraus schließen, dass sie zu zwei verschiedenen Phonemen gehören. So unterscheiden sich die Wörter „betten“ (in sorgfältiger Aussprache: [ˈbɛtən]) und „bitten“ ([ˈbɪtən]) nur in dem Lautgegensatz (= Opposition) zwischen [ɛ] und [ɪ]; sie haben die gleiche Anzahl an Lauten und eine unterschiedliche Bedeutung; auch die weiteren Bedingungen: gleiche Wortart und gleiche Wortstruktur sind erfüllt. Das bedeutet, dass im Deutschen [ɛ] und [ɪ] zu verschiedenen Phonemen gehören.
Um das Phoneminventar einer Sprache zu bestimmen, ist noch ein zweiter Schritt notwendig: Man muss klären, welche unterschiedlichen Laute nicht in der Lage sind, ein Minimalpaar zu bilden. So können im Deutschen der sogenannte „Ich-Laut“ (phonetisch: [ç]) und der „Ach-Laut“ ([χ]), die in dem Wortpaar „ich“ ([ɪç]) und „ach“ ([aχ]) vorkommen, kein Minimalpaar bilden, da ihr Auftreten vom vorherigen Vokal abhängig ist. Da beide Laute sich phonetisch sehr ähnlich sind (beide sind stimmlose Reibelaute und unterscheiden sich nur durch die Position am harten ([ç]) oder weichen Gaumen ([χ]), werden sie als Varianten (= Allophone) ein und desselben Phonems betrachtet.
Beispiele aus der deutschen Sprache:
Beispiele aus der englischen Sprache:
In der Codierungstheorie findet sich eine Entsprechung (und Verallgemeinerung) des Minimalpaar-Ansatzes unter dem Begriff der Hamming-Distanz.

Marie-Françoise Roy

Marie-Françoise Roy (* 28. April 1950 in Paris) ist eine französische Mathematikerin, die sich mit reeller algebraischer Geometrie beschäftigt.
Sie studierte an der École normale supérieure de Jeunes Filles und war dann ab 1973 Assistenzprofessorin an der Universität Paris-Nord. 1981 wurde sie promoviert und war dann zwei Jahre an der Universität Niamey in Niger. 1985 wurde sie Professorin an der Universität Rennes I.
Roy arbeitet über reelle algebraische Geometrie, speziell die Theorie des reellen Spektrums und danach über Komplexität von Algorithmen in der reellen algebraischen Geometrie.
Sie war 1987 Mitgründerin einer französischen Gesellschaft für Frauen in der Mathematik Femmes et Mathématiques und 1986 der European Woman Mathematicians. Roy ist außerdem Präsidenten einer Organisation, die sich für solidarische Aktivitäten zwischen der nigrischen Gemeinde Dan-Kassari und der französischen Gemeinde Cesson-Sévigné einsetzt. 2004 bis 2007 war sie Präsidentin der Société Mathématique de France.

Amir Kassaei

Amir Kassaei (* 1968 in Teheran, Iran) ist ein iranisch-österreichischer Werbetexter, internationaler Kreativchef der Werbeagentur DDB und ehemaliger Sprecher des Art Directors Club Deutschland.
Amir Kassaei war als 13-jähriger an den Kampfhandlungen im Iran-Irak-Krieg beteiligt, floh aber im Kofferraum eines Fluchthelfers in die Türkei und von dort nach Österreich. Er stellte einen Asylantrag, hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und erhielt schließlich die österreichische Staatsbürgerschaft. Seinen Zivildienst leistete er u. a. auf einer Sterbestation. Nach der Matura begann er ein Wirtschaftsstudium in Paris und arbeitete als Controller bei L’Oréal. Er wechselte zu der Wiener Werbeagentur Barci & Partner und 5 Jahre später als Werbetexter zu Springer & Jacoby, wo er zum Executive Creative Director aufstieg. Nach Kampagnen für Mercedes, Coca-Cola und Apple kündigte er und wechselte 2003 als Kreativchef und geschäftsführender Gesellschafter zur DDB Group Germany.
Kassaei gewann mehr als 2.000 nationale und internationale Werbepreise und war selbst Jurymitglied beim Werbefilmfestival in Cannes und beim Clio, bzw. Jurypräsident in Méribel und beim Eurobest Festival. Er ist Mitglied des deutschen ADC, des ADC New York, der CCA und des britischen D&AD. Laut dem Kreativranking The Big Won war er in den letzten Jahren unter den drei besten Kreativchefs der Welt und wurde 2009 zum besten Kreativchef der Welt erklärt. 2011 wurde er zum internationalen Kreativchef von DDB ernannt. Von 2008 bis 2009 war er Vorstandssprecher des deutschen ADC.

Gregor Erler

Gregor Erler (* in Berlin) ist ein deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor.

Nachdem er als erster Regieassistent und Aufnahmeleiter für Filmproduktionen tätig war, begann Gregor Erler 2004 sein Filmstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg mit dem Schwerpunkt Szenischer Regie. 2007 erhält Gregor Erler das Karl-Steinbuch-Stipendium für herausragende kreative und innovative Leistung und 2008 erhält er das Hollywood Masterclass-Stipendium der University of California, Los Angeles. Der mehrfach ausgezeichnete Kurzfilm St. Christophorus: Roadkill ist sein Abschlusswerk an der Filmakademie Baden-Württemberg, mit dem Gregor Erler 2010 sein Studium dort beendete. Auch für seine vorherigen Kurzfilme erhielt er diverse Auszeichnungen und Nominierungen auf Filmfestivals im In- und Ausland.
Darüber hinaus dreht Gregor Erler Musikvideos u.a. für Sarah Connor, Rea Garvey, Johannes Oerding und EMMA6 (mit Josefine Preuß). Seine Werbespots (Terre des Hommes, Conrad Electronic, Amway u.a.) wurden bei den LIA London International Awards und den GWA Effie Awards ausgezeichnet.
Gregor Erler lebt in Berlin.

Conrad Gauthier

Conrad Gauthier (* 8. August 1885 in Montreal; † 14. Februar 1964 ebenda) war ein kanadischer Schauspieler und Sänger.
Gauthier betätigte sich in Montreal u. a. als Drucker, Verleger, Cartoonist, Stummfilmregisseur und Journalist. Als Schauspieler war er Mitglied der Association dramatique du Montréal und der Anciens du Gesù. Selbst gründete er 1902 den Cercle de Drapeau und später den Cercle Lapierre. In einer Produktion der Société canadienne d’opérette sang er den Garspards in Robert Planquettes Operette Les Cloches de Corneville.
Am Monument national startete er 1921 die Veranstaltungsreihe Veillées du bon vieux temps, die er bis 1941 produzierte. Hier wurde er bekannt als Interpret französisch-kanadischer Folklore. Seit Beginn der 1920er Jahre nahm er für Victor und Columbia Records mehr als 100 Monologe und Lieder – häufig mit Elzéar Hamel – auf.
1930 erschienen seine 40 Chansons d’autrefois, 1947 die 40 Autres Chansons d’autrefois. Sein Sohn Paul-Marcel Gauthier nahm seine Lieder 1964 auf vier LPs unter dem Titel Les Veillées du bon vieux temps auf. Als Filmschauspieler wirkte Gauthier 1945 an dem Spielfilm Le père Chopin mit, 1947 an Un homme et son péché,

Les Menuires

Les Menuires ist der Name eines Wintersportortes in den französischen Alpen im Département Savoie.

Der Ort gehört zur Gemeinde Saint-Martin-de-Belleville in der Savoie und liegt etwa 50 km südöstlich von Albertville. Les Menuires liegt auf einer Höhe von 1450 bis 2850 Metern, das Zentrum des Ortes liegt auf 1850 Metern. Der Ort befindet sich in der Mitte der zwei anderen Skiorte des Vallée des Belleville, Saint-Martin-de-Belleville (1450 m) und Val Thorens (2300 m).
Das Vallée des Belleville ist mit den Skigebieten der Vallée Saint-Bon (Courchevel, La Tania, Le Praz) und der Vallée des Allues (Méribel, Mottaret) verbunden. Die drei Täler bilden die Trois Vallées, das mit seinen 600 km Pisten und 200 Liftanlagen das zweit-größte Skigebiet der Welt ist. Les Portes du Soleil sind derzeit mit 650 km Piste das grösste Skigebiet der Welt an der Grenze Schweiz-Frankreich.
Das Skigebiet Les Menuires ist im Normalfall von Dezember bis April schneesicher. In tieferen Lagen sorgen umfangreiche Beschneiungsanlagen für eine auch im Frühjahr ausreichende Schneeauflage. Das Skigebiet umfasst 160 km Pisten und 36 Liftanlagen.
Eigentümer des Skigebietes ist die Compagnie des Alpes, der weltgrößte Betreiber von Skigebieten.
Der Name knüpft an die Kohleminen an, die früher in diesem Gebiet existierten. Erst mit dem Ausbau des Skigebiets ab den 1960er-Jahren begann der Ort stark zu wachsen.
In Les Menuires und Val Thorens fanden ein Teil der Ski-Alpin-Wettbewerbe (Slalom) der Olympischen Winterspiele 1992 von Albertville statt.

Sonnenlieder

Sonnenlieder ist der Titel eines Liederbuches, dessen Lieder innerhalb der Neuwerk-Bewegung Anfang der 1920er Jahre gesungen und gesammelt wurden sowie zum Teil auch innerhalb der Bewegung entstanden sind. Der vollständige Titel der 103 Lieder umfassenden Sammlung, die zum ersten Gesangbuch der von Eberhard Arnold begründeten Bruderhof-Gemeinschaft wurde, lautet Sonnenlieder. Lieder für Naturfreude, Menschheitsfriede und Gottesgemeinschaft. Gewidmet ist das Liederbuch „der immer neuen Jugend“. Es versteht sich als musikalischer Folgeband des von Eberhard Arnold und Normann Körber 1921 herausgegebenen Buches Junge Saat. Lebensbuch einer Jugendbewegung.

Die Sonnenlieder wurden 1924 durch den Eberhard Arnold–Verlag Sannerz und Leipzig veröffentlicht. Als Herausgeber werden Emmy Arnold und Gertrud Dalgas genannt. Das Buch umfasst 214 Seiten im Format groß 8°. Den meisten Liedern sind Notensätze für Singstimmen und Klavier, einigen auch Sätze für den Chorgesang beigegeben.
Die Titelseite ist ein Werk des Offenbacher Grafikers und Typografen Rudolf Koch (1876–1934). Beigefügt sind den Sonnenliedern eine Reihe von Dürer-Bildern, darunter fünf Randzeichnungen, die der Künstler um 1515 für ein Gebet- und Gesangbuch geschaffen hat.
Die Sonnenlieder erschienen in qualitativ unterschiedlichen Ausgaben. 650 Exemplare waren in Leinen gebunden, 3000 in Halbleinen. Die Auflagenzahl einer dritten Ausgabe („für den Handgebrauch, rot kartoniert, einfarbig, auf einfachem Papier in billiger Ausstattung, [jedoch] mit allen Noten und Texten“) wird im Vorwort nicht erwähnt. Den Satz und Druck besorgte die Würzburger Universitätsdruckerei Stürtz.
Im Jahr 1920 wechselten Eberhard und Emmy Arnold ihren Wohnsitz und zogen mit ihren fünf Kindern von Berlin nach Schlüchtern. Dort gründeten sie mit ortsansässigen und auswärtigen Gesinnungsfreunden die sogenannte Neuwerk-Bewegung. Unterschiedliche Weltanschauungen sowie politische und soziale Ideen sollten hier zusammenfinden. Impulsgeber waren unter anderem die Wandervogelbewegung, der religiöse Sozialismus sowie pazifistische und nicht zuletzt lebensreformerische Ideen. Einen besonderen Einfluss auf die Gründer der Neuwerk-Gemeinschaft hatten auch die agrarromantische Landkommunen- und Siedlungsbewegungen sowie die verschiedenen reformpädagogischen Konzepte. Über allem aber stand für die Arnolds und ihre engeren Freunde das Ziel, ein Leben im Geist der Bergpredigt Jesu zu führen. Modellcharakter hatte dabei für sie die von der Jerusalemer Urgemeinde praktizierte urchristliche Gütergemeinschaft. Innerhalb der jungen Neuwerk-Bewegung entstand bereits im Sommer 1920 die kleine Sonnherz-Gemeinschaft im Hinterhaus einer Gastwirtschaft in Sannerz bei Schlüchtern. Zu ihr stieß auch die Mitherausgeberin der Sonnenlieder, die aus Brake stammende Lehrerin Gertrud Dalgas (1897–1985). Sie hatte Eberhard Arnold im Frühjahr 1921 bei einem Vortrag in Frankfurt kennengelernt und daraufhin an der 2. Schlüchterner Pfingstkonferenz der Neuwerk-Bewegung teilgenommen. Noch im Herbst desselben Jahres schloss sie sich der Sannerzer Gemeinschaft an und blieb ihr durch alle Krisen hindurch bis an das Ende ihres Lebens verbunden.
1927 zog die Sonnherz-Gemeinschaft auf den in der Rhön und unweit von Sannerz gelegenen Sparhof um. Die Siedlung wuchs ständig und hatte bereits vor 1930 fast 100 Erwachsene und Kinder. 1930 nahm Eberhard Arnold Kontakt zu den nordamerikanischen Hutterern auf und schloss sich mit seiner jetzt Bruderhof genannten Gemeinschaft ihnen an. Die Bruderhöfer wurden bei den Hutterern als Arnoldleut geführt. Diese Verbindung zur hutterischen Gemeinschaft findet ihren Niederschlag in einem zweiten Band der Sonnenlieder, den Emmy Arnold 1933 herausgab und in dem viele täuferische Lieder des 16. und 17. Jahrhunderts Aufnahme fanden. Er trägt den Titel Sonnenlieder: Lieder der Lebensgemeinde, wie sie aus Anregen des Geistes verfasst und hervorgebracht und so auch zu singen sein. Unter dem Titel Songs of Light erschien 1977 eine völlig neue, englisch-deutsche Ausgabe der Sonnenlieder in New York.
Das Gesangbuch Sonnenlieder bietet neben den 25 im Raum der Neuwerk-Bewegung entstandenen Gesängen und Liedern eine breit angelegte Auswahl von Liedgut aus mehr als sieben Jahrhunderten. Weltliche Fahrten- und geistliche Volkslieder finden sich hier genauso wie traditionelle Choräle der Reformationszeit. Lieder der Arbeiter- und Pazifistenbewegung stehen neben täuferischen, pietistischen und erwecklichen Gesängen. Über den Inhalt und die Zusammensetzung der Sonnenlieder schreibt der Arnold-Biograph Markus Baum: „Kaum ein anderes Dokument verrät mehr über das Leben in der Neuwerk-Gemeinschaft Sannerz, über die Geistesströme, die dort zusammenflossen und zugleich über die Menschen, die dort in den ersten Jahren ein- und ausgingen.“
Dem eigentlichen Liedteil der Sonnenlieder sind ein Vorwort, eine Widmung und das Gedicht eines nicht genannten Autors (Licht ist Liebe … Sonnen-Weben) vorangestellt. Es folgen drei einleitende Gesänge: der Sonnengesang des Franz von Assisi, Gott bewegt und Dem Sonnenaufgang entgegen (beide von Eberhard Arnold). Der Hauptteil der 100 Sonnenlieder ist in fünf „Lieder-Gruppen“ unterteilt, deren Sinn aber nicht näher erläutert wird und deren Bedeutung sich aus der Betrachtung der jeweils den Gruppen zugeordneten Liedern nicht erschließt. Der Anhang der Sonnenlieder besteht aus vier Abschnitten. Im ersten finden sich kurze Erklärungen zu den einzelnen Lieder sowie zu deren Dichtern und Komponisten. Der zweite Abschnitt gibt musikalische Hinweise und zeigt, welche der Sonnenlieder sich für Solovortrag beziehungsweise für Männer–, Frauen- und Gemischte Chöre eignen. Im dritten Abschnitt geht es um die Dürer-Bilder, die in das Gesangbuch aufgenommen wurden. Der letzte Abschnitt enthält ein alphabetisch geordnetes Liederverzeichnis.
Eberhard Arnold, auf den rund ein Viertel der Sonnenlieder zurückgeht, schrieb am 8. Mai 1924 an den pazifistischen Philosophen und Pädagogen Friedrich Wilhelm Foerster: „Durch alle unsere Lieder geht der starke Ton des Friedensglaubens und der Friedenserwartung.“ Damit deutet er auf den roten Faden, der die Lieder unterschiedlichster Herkünfte miteinander verbindet.
Das Gesangbuch enthält Lieder aus einem Zeitraum von 800 Jahren. Das älteste Lied der Sammlung ist der Sonnengesang Franz von Assisis, das in seinem ursprünglichen Text zwischen 1224 und 1226 entstand. Lutherchoräle in der textlichen Urfassung (zum Beispiel Nu bitten wyr den heyligen Geyst) stehen neben Liedern der reformatorischen Täuferbewegung (Willst du bei Gott die Wohnung han, Wir schleichen in den Wäldern um). Ein größerer Teil der Liedersammlung geht auf die Herrnhuter, Heiligungs- und Erweckungsbewegung zurück. Zinzendorfs König, gib uns Mut und Klarheit findet sich zum Beispiel unter den Sonnenliedern ebenso wie das vom Methodistenprediger Ernst Gebhardt stammende Lied Auf, denn die Nacht wird kommen. Zwischen den für kirchliche Gesangbücher üblichen geistlichen Gesängen sind Natur- und Fahrtenlieder ohne religiösen Bezug eingestreut (zum Beispiel Einen goldenen Wanderstab; Wir wollen zu Land ausfahren; Früh, wenn die Hähne krähn).
Eine weitere Besonderheit des Bruderhof-Gesangbuchs sind Liederdichtungen bekannter und unbekannter Pazifisten. Dazu gehören unter anderem Kees Boeke, Otto Salomon und Hans Fiehler. Kees Boeke (1884–1966) war ein niederländischer Reformpädagoge. Aus seiner Feder stammt eine größere Gruppe von Sonnenliedern, die von der Neuwerk-Gemeinschaft aus dem Niederländischen ins Deutsche übertragen wurden. Auch Otto Salomon (1889–1971) verfasste eine größere Zahl der Sonnenlieder. Er war jüdischer Herkunft und 1911 zum Christentum konvertiert. Er gehörte sowohl der Wandervogel- als auch der Neuwerkbewegung an. Seine geistliche Heimat war der Religiöse Sozialismus. Salomon arbeitete als Dichter, Schriftsteller (Pseudonyme Otto Bruder, Otto Johannes Bernt), Schauspieler und Darmaturg. Hans Fiehler (eigentlich Johannes Baptist Fiehler; † 1969), der dritte der hier genannten Pazifisten, war der Sohn des Baptistenpredigers Heinrich Fiehler und Bruder des Münchner Nazi-Oberbürgermeisters Karl Fiehler. Nach traumatischen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg zog er unter dem Künstlernamen Hans im Glück als Sänger, Musiker sowie Kunstmaler von Ort zu Ort und war häufig Gast bei Eberhard und Emmy Arnold in Sannerz.
Zu den politischen Sonnenliedern gehört das von Kurt Eisner, dem 1919 ermordeten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern gedichtete Lied Wir werben im Sterben um ferne Gestirne. Außerdem – und das ist vermutlich einmalig in einem geistlichen Gesangbuch – enthalten die Sonnenlieder das ursprünglich russische Arbeiterkampflied Brüder, zur Sonne, zur Freiheit. Die letzte Zeile der dritten Strophe wurde allerdings durch Erich Mohr (1895–1960) verändert. Bei Hermann Scherchen, dem deutschen Übersetzers des Arbeiterliedes, lautet die Schlussstrophe:
„Brüder, in eins nun die Hände, / Brüder, das Sterben verlacht! / Ewig, der Sklav’rei ein Ende, / heilig die letzte Schlacht!“
In den Sonnenliedern heißt es:
„Brüder, in eins nun die Hände, / Brüder, das Sterben verlacht! / Ewig, der Sklav’rei ein Ende, / Heilig der Liebe Macht!“

AjaxSketch

AjaxSketch ist ein freies vektorbasiertes Grafik- und Zeichenprogramm, das wie auch vergleichbare auf der Ajax-Technologie-basierende Applikationen komplett im Browser läuft. Das Programm kann ohne Installation genutzt werden.

Das Projekt wurde von MP3.com-Gründer Michael Robertson initiiert, der bereits AjaxWrite veröffentlicht hat und eine Konkurrenz zum Microsoft Office aufbauen will.
Laut Presse soll nach und nach (jede Woche) eine weitere neue Applikation, etwa eine Tabellenkalkulation oder Präsentationssoftware freigegeben und öffentlich zugänglich gemacht werden. AjaxSketch war die zweite nach AjaxWrite freigegebene Applikation.
Für AjaxSketch benötigt man Mozilla Firefox ab Version 1.5. Das Programm läuft dann unter Windows, Linux und Mac OS X. Weitere Browser sollen nach und nach unterstützt werden.
AjaxSketch öffnet und speichert SVG-Dateien, die sich dann auch mit anderen Vektorzeichenprogrammen wie etwa Adobe Illustrator, Inkscape oder Macromedia Freehand bearbeiten lassen.
Zahlreiche der Menüpunkte sind noch nicht aktiv, was bereits geht, ist das Zeichnen von Formen, Objekte können gedreht werden, außerdem lässt die Hintergrund- und Stiftfarbe sowie die Deckkraft der einzelnen Objekte ändern. Ein echtes Vektorzeichenprogramm liegt aber mit AjaxSketch noch nicht vor, darauf weist auch die Versionsnummer hin. Ein Erscheinungstermin für die Version 1.0 ist momentan noch nicht bekannt.
Neben den Textverarbeitungen AjaxWrite, Writeboard und Writely gehen momentan eine ganze Reihe von Programmen online, die die Ajax-Technologie nutzen. So etwa auch iRows und Num Sum, Tabellenkalkulationen, die ebenso wie Writely online zugänglich sind und server-basiert arbeiten.