Stùc a’ Chroin

Der Gipfel des Stùc a‘ Chroin, vom Ben Vorlich gesehen
Der Stùc a’ Chroin ist ein 975 Meter hoher Berg in Schottland. Sein gälischer Name bedeutet Berg des Leids oder Berg der Gefahr, nach anderen Angaben Berg der Schafhürden. Er liegt in den südlichen Highlands nördlich der Stadt Callander oberhalb des Südufers von Loch Earn auf der Grenze zwischen den Council Areas Stirling und Perth and Kinross und zählt zu den Munros.
Aufgrund seiner Lage am Südrand der Highlands ist der Stùc a’ Chroin wie auch der benachbarte Ben Vorlich einer der bekanntesten und bei Bergwanderern beliebtesten schottischen Berge. Er ist bei schönem Wetter aus weiten Teilen der Central Lowlands gut zu sehen. Von seinem Gipfel bietet sich eine weite Aussicht über die Lowlands bis nach Edinburgh, aber auch in die westlich des Bergs liegenden Teile der Highlands. Meist wird der Stùc a’ Chroin gemeinsam mit seinem Nachbarn bestiegen. Der meistbenutzte Aufstieg führt von Ardvorlich am Südufer von Loch Earn in etwa sechs Stunden über den Ben Vorlich und anschließend den beide Gipfel verbindenden Grat, dessen tiefster Punkt der Bealach an Dubh Choirein ist. Im Unterschied zum benachbarten Ben Vorlich besitzt der Stùc a’ Chroin einen teilweise felsigen Gipfelaufbau, seine Besteigung über den Grat erfordert daher zuletzt etwas leichte Felskletterei. Weitere Aufstiegsrouten führen vom westlich gelegenen Loch Lubnaig auf den Gipfel.

Lothar Groppe

Lothar Groppe SJ (* 30. Juli 1927 in Münster) ist Jesuit und Militärpfarrer a. D. Als Publizist befasst er sich vorwiegend mit religiösen, geschichtlichen und politischen Themen.

Lothar Groppe ist der Sohn des Widerstandskämpfers Theodor Groppe, der Generalleutnant der Wehrmacht war, 1942 degradiert, aus der Wehrmacht ausgestoßen und im August 1944 von der Gestapo verhaftet wurde.
Nach dem Krieg studierte Lothar Groppe Rechtswissenschaft, trat 1948 in den Jesuitenorden ein und wurde am 31. Juli 1959 zum Priester geweiht. Er lehrte an Gymnasien, war ab 1962 in der Militärseelsorge und von 1963 bis 1971 als Dozent und Militärdekan an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg tätig, die General- und Admiralstabsoffiziere ausbildet. Von 1973 bis 1987 hielt er Vorlesungen und Seminare für die österreichischen Generalstabslehrgänge. Eine Zeit lang leitete er die deutsche Sektion des Radio Vatikan. Ferner ist er publizistisch tätig und veröffentlicht vielfältige Aufsätze, u. a. in Theologisches, Katholische Bildung, Junge Freiheit und „Soldat im Volk“.
Bis zu deren Einstellung schrieb er oft für die katholische Jugendzeitschrift Komm Mit sowie im gleichnamigen Kalender bzw. Jahrbuch, da er ein enger Freund des inzwischen verstorbenen Herausgebers Günter Stiff war. Heute publiziert Groppe noch oft zu Glaubensfragen in der Kirchlichen Umschau. Einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit bilden Beiträge zum Kirchenkampf im Dritten Reich und Stellungnahmen zur Kritik an Papst Pius XII.
Mit Caspar von Schrenck-Notzing, Gerhard Löwenthal, Christa Meves und Hans Graf Huyn (CSU) betreute er das „Konservative Büro“ in Bielefeld.
Im Ostpreußenblatt, der Märkischen Zeitung und in Vorträgen setzt sich Groppe für die Sache der Vertriebenen ein und nimmt Stellung gegen die seiner Ansicht nach betriebene Instrumentalisierung von Auschwitz. Zusammen mit Franz Uhle-Wettler und der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG) unterstützte er die Kritik an der Wehrmachtsausstellung.
Von 1982 bis 2006 war er als Krankenhausseelsorger in Berlin und Bad Pyrmont tätig, danach bis Ende 2007 als Hausgeistlicher in Berlin. Zwischenzeitlich lebte er in Köln-Mülheim und wohnt derzeit in Timmendorfer Strand.
1980 erarbeitete Groppe „mit Soldaten aus der Truppe und dem Generalstab“ eine Studie zur Bekämpfung von Terroristen. Diese Studie spricht sich für den Einsatz der Bundeswehr gegen Terroristen aus. Ferner wird darin u. a. erwogen, die Todesstrafe für Terroristen wiedereinzuführen bzw. die Androhung der Hinrichtung inhaftierter Terroristen als Druckmittel bei terroristischen Geiselnahmen einzusetzen ebenso wie die Verweigerung bzw. Einstellung der (medizinischen) Hilfeleistung für verletzte Terroristen.
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Bayombong

Bayombong ist eine Stadtgemeinde in der philippinischen Provinz Nueva Vizcaya. Bayombong ist auch der Sitz der Provinzregierung und somit die Hauptstadt von Nueva Vizcaya. Bayombong ist Sitz des Bistums Bayombong.
Die bedeutendste Bildungseinrichtung ist die Saint Mary’s University, sie wurde 1968 gegründet im Zuge eines staatlichen Entwicklungsprogramms zur Modernisierung des Magat-Tals, und die Nueva Vizcaya State University. Im Barangay Magsaysay liegt der Bangan Hill National Park. Zu den Hauptattraktionen von Bayombong zählt der Capitol Park, der in Anlehnung an den Rizal-Park, in Manila, auch Luneta des Nordens genannt wird. Er ist ca. acht Hektar groß, hat eine große Lagune und verschiedene andere Einrichtungen die der Entspannung dienen. Der Rizal Shrine befindet sich im Barangay Casat, er wurde zu Ehren von José Rizal eingerichtet und gilt als architektonisches Glanzstück der Region. Die St. Dominic Cathedral, der Bayombong Children’s Park und das People’s Museum and Library befinden sich im Zentrum der Gemeinde.
Bayombong ist in die folgenden 25 Baranggays aufgeteilt:
Gemeinden: Alfonso Castaneda | Ambaguio | Aritao | Bagabag | Bambang | Bayombong | Diadi | Dupax del Norte | Dupax del Sur | Kasibu | Kayapa | Quezon | Santa Fe | Solano | Villaverde

KV54

KV54 Grabmal von Tutanchamun Balsamierungsdepot
KV54 (Kings‘ Valley no. 54), das altägyptische Grab Nummer 54 im Tal der Könige, konnte aufgrund der Fundstücke in die Zeit nach Tutanchamuns Tod datiert werden. Es wird auch als „Balsamierungsdepot“ bezeichnet, da sich Balsamierungsmaterialien, verschiedene Begräbnisutensilien und andere Objekte fanden.

KV54 wurde im Dezember 1907 von Edward R. Ayrton entdeckt, der von 1905 bis 1908 für den US-amerikanischen Rechtsanwalt Theodore M. Davis grub. Die Ausgrabungen dauerten bis zum Jahr 1908 an.
Es handelt sich hierbei nicht um ein Grab im üblichen Sinne, sondern um eine kleine, flache Grube, die in der Literatur allgemein als „Balsamierungsdepot Tutanchamuns“ (Embalming Cachette) bezeichnet wird. Es ist undekoriert und seine Gesamtgröße beträgt lediglich circa zwei Quadratmeter.
Das Depot wurde nach dem Tode Tutanchamuns als Lagerstätte für dessen Einbalsamierungsmaterial und Begräbnisutensilien benutzt. Da sich aber zudem noch Anderes in KV54 fand, das in keiner Verbindung zu einem Begräbnis stand, kamen die Ägyptologen zu dem Ergebnis, dass hierher auch Gegenstände gebracht worden waren, die sich ursprünglich im Gang seines Grabes befunden hatten. Nachdem das Grab Tutanchamuns (KV62) zweimal beraubt worden war, wurden diese Gegenstände in KV54 deponiert, bevor der Korridor des Königsgrabes selbst wieder mit Geröll angefüllt, verschlossen und versiegelt wurde. Die Überreste der Beerdingungszeremonie ließen den Schluss zu, dass bei der Bestattung des Königs acht Personen anwesend gewesen sein mussten.
Nicholas Reeves zufolge fand Ayrton folgende Gegenstände: 50 Beutel mit Natron, 180 Mumienbinden, 72 Opferschalen, Vorratskrüge, die auf kleinen Tonsiegeln den Thronnamen Tutanchamuns (Neb-cheperu-Re) trugen, Leinenfragmente mit hieratischer Schrift versehenen Etiketten aus dem 6. und 8. Regierungsjahr Tutanchamuns sowie zahlreiche Tierknochen, die wohl vom Leichenschmaus übrig geblieben waren, einige verwelkte Blumenkränze, Skarabäen und schließlich eine kleine vergoldete Totenmaske aus Kartonage, die vermutlich von einem der beiden Föten aus Tutanchamuns Grab stammt. Howard Carter erwähnt zudem, dass auch Tonsiegel mit dem Abdruck der Totenstadt gefunden wurden.
Fast alle Fundstücke befinden sich heute im Metropolitan Museum of Art in New York. Diese wurden 1923 von Herbert E. Winlock ausgewertet und das Ergebnis 1941 in New York unter dem Titel Materials Used at the Embalming of Tut-ankh-amun veröffentlicht. Die kleine vergoldete Totenmaske aus Kartonage befindet sich hingegen im Ägyptischen Museum in Kairo und trägt die Inventar-Nr. JE 39711.
Fundstücke im Metropolitan Museum of Art (New York)
Blumenkragen
Leinentuch
Töpferwaren
Langhalsflasche
25.73972222222232.6025Koordinaten: 25° 44′ 23″ N, 32° 36′ 9″ O

Agrate Conturbia

Agrate Conturbia (piemontesisch Agrà e Conturbia, lombardisch Agraa e Cunturbia) ist eine Gemeinde mit 1568 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Provinz Novara (NO), Region Piemont.
Die Gemeinde besteht aus den zwei Ortenteilen Agrate und Conturbia. Die Nachbargemeinden sind Bogogno, Borgo Ticino, Divignano, Mezzomerico, Suno und Veruno.
Der Schutzpatron der Gemeinde ist San Vittore.

Die Gemeinde liegt 25 km von der Provinzhauptstadt Novara entfernt auf einer Höhe von 337 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 14,51 km². Der Lago Maggiore befindet sich in einer Entfernung von 12 km, der Lago d’Orta ist 18 km entfernt.
Das bemerkenswerteste Bauwerk des Ortes ist das romanische Baptisterium aus dem 12. Jahrhundert (Battistero di San Giovanni). Ferner existiert eine Burgruine (Castello) aus dem 11. Jahrhundert, sowie drei Kirchen, die Chiesa di San Giorgio (in Conturbia), die Chiesa di Santa Maria in Valle und die Pfarrkirche Parrocchiale di San Vittore aus dem 9. Jahrhundert.
Auf dem Gebiet der Gemeinde existiert außerdem ein 40 ha großer Tierpark, der La Torbiera.
Die Gemeinde besitzt zwei Bibliotheken, einen Kindergarten und eine Grundschule. Ferner gibt es eine Apotheke.
Agrate Conturbia | Ameno | Armeno | Arona | Barengo | Bellinzago Novarese | Biandrate | Boca | Bogogno | Bolzano Novarese | Borgo Ticino | Borgolavezzaro | Borgomanero | Briga Novarese | Briona | Caltignaga | Cameri | Carpignano Sesia | Casalbeltrame | Casaleggio Novara | Casalino | Casalvolone | Castellazzo Novarese | Castelletto sopra Ticino | Cavaglietto | Cavaglio d’Agogna | Cavallirio | Cerano | Colazza | Comignago | Cressa | Cureggio | Divignano | Dormelletto | Fara Novarese | Fontaneto d’Agogna | Galliate | Garbagna Novarese | Gargallo | Gattico | Ghemme | Gozzano | Granozzo con Monticello | Grignasco | Invorio | Landiona | Lesa | Maggiora | Mandello Vitta | Marano Ticino | Massino Visconti | Meina | Mezzomerico | Miasino | Momo | Nebbiuno | Nibbiola | Novara | Oleggio | Oleggio Castello | Orta San Giulio | Paruzzaro | Pella | Pettenasco | Pisano | Pogno | Pombia | Prato Sesia | Recetto | Romagnano Sesia | Romentino | San Maurizio d’Opaglio | San Nazzaro Sesia | San Pietro Mosezzo | Sillavengo | Sizzano | Soriso | Sozzago | Suno | Terdobbiate | Tornaco | Trecate | Vaprio d’Agogna | Varallo Pombia | Veruno | Vespolate | Vicolungo | Vinzaglio

Muskegon Zephyrs

Die Muskegon Zephyrs waren ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der International Hockey League aus Muskegon, Michigan. Ihre Heimspielstätte war die L. C. Walker Arena.
Die Muskegon Zephyrs wurden 1960 als Franchise der International Hockey League gegründet. Bereits in ihrer zweiten Saison 1961/62 gewannen die Zephyrs nach einem 4:0 Final-Sieg nach Spielen gegen die St. Paul Saints den Turner Cup, die Meisterschaft der IHL. Diesen Erfolg konnte der Klub nicht wiederholen. Im Sommer 1965 wurden die Muskegon Zephyrs in Muskegon Mohawks umbenannt.
Abkürzungen: GP = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen nach Overtime SOL = Niederlagen nach Shootout, Pts = Punkte, GF = Erzielte Tore, GA = Gegentore, PIM = Strafminuten
Akron Americans | Albany Choppers | Atlanta Knights | Chatham Maroons | Chicago Wolves | Cincinnati Cyclones | Cincinnati Mohawks | Cleveland Lumberjacks | Colorado Rangers | Columbus Checkers | Columbus Golden Seals | Columbus Owls | Dayton Gems | Dayton Owls | Denver Grizzlies | Denver Mavericks | Denver Rangers | Des Moines Capitols | Des Moines Oak Leafs | Detroit Auto Club | Detroit Bright’s Goodyears | Detroit Hettche | Detroit Jerry Lynch | Detroit Metal Mouldings | Detroit Vipers | Flint Generals | Flint Spirits | Fort Wayne Komets | Grand Rapids Griffins | Grand Rapids Owls | Grand Rapids Rockets | Houston Aeros | Huntington Hornets | Indianapolis Checkers | Indianapolis Chiefs | Indianapolis Ice | Johnstown Jets | Kalamazoo Wings | Kansas City Blades | Lansing Lancers | Las Vegas Thunder | Long Beach Ice Dogs | Los Angeles Ice Dogs | Louisville Blades | Louisville Rebels | Louisville Shooting Stars | Manitoba Moose | Marion Barons | Michigan K-Wings | Milwaukee Admirals | Milwaukee Chiefs | Milwaukee Clarks | Milwaukee Falcons | Minneapolis Millers | Minnesota Moose | Muncie Flyers | Muskegon Lumberjacks | Muskegon Mohawks | Muskegon Zephyrs | Omaha Knights | Orlando Solar Bears | Peoria Prancers | Peoria Rivermen | Phoenix Roadrunners | Port Huron Flags | Port Huron Wings | Québec Rafales | Russian Penguins | Saginaw Gears | Saginaw Generals | Saginaw Hawks | Salt Lake Golden Eagles | San Antonio Dragons | San Diego Gulls | San Francisco Spiders | Sarnia Sailors | St. Paul Saints | Toledo Blades | Toledo Goaldiggers | Toledo Hornets | Toledo Mercurys | Toledo-Marion Mercurys | Toledo-St. Louis Mercurys | Troy Bruins | Utah Grizzlies | Windsor Bulldogs | Windsor Gotfredsons | Windsor Hettche Spitfires | Windsor Ryan Cretes | Windsor Spitfires | Windsor Staffords

Hubert Matthes

Hubert Matthes (* 22. März 1929 in Söllichau) ist ein deutscher Landschaftsarchitekt.

Nach einer Gärtnerlehre studierte Matthes 1948/49 Gartenbautechnik an der Fachschule für Gartenbau in Dresden-Pillnitz, die später in der Hochschule für Technik und Wirtschaft aufging. Zwischen 1950 und 1953 war er bei Reinhold Lingner tätig, zunächst im Hauptamt für Grünplanung beim Magistrat von Groß-Berlin, dann an der Deutschen Bauakademie in Berlin. Nach einem Entwurf Lingners projektierte er in dieser Zeit den Park am Amtssitz des Präsidenten der DDR, Schloss Schönhausen. Seit 1954 war er zusammen mit Ludwig Deiters, Hans Grotewohl, Horst Kutzat, Kurt Tausendschön und Hugo Namslauer Mitglied des Kollektivs Buchenwald, das in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre die drei wichtigsten Gedenkstätten der DDR in Buchenwald, Ravensbrück und Sachsenhausen entwarf. Von 1955 bis 1957 war Matthes in Nordkorea im Rahmen der dortigen Wiederaufbauplanung tätig. 1960 bis 1962 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Deutschen Bauakademie, von 1962 bis 1977 Leiter der Abteilung Freiflächengestaltung im VEB Berlin-Projekt (später VEB BMK Ingenieurhochbau Berlin), von 1977 bis 1980 leitete er die Abteilung Freiraumgestaltung im Büro für Städtebau beim Magistrat von (Ost-)Berlin. 1965 bis 1970 hatte er an der Humboldt-Universität zu Berlin ein Fernstudium zum Diplom-Gärtner absolviert, 1978 wurde er zum Professor an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar berufen, wo er bis 1992 lehrte. Anschließend war er bis 1998 freiberuflich tätig.
Durch viele ausgeführte Freiraumprojekte, insbesondere in Berlin, und Wettbewerbserfolge wie auch als Hochschullehrer war Matthes einer der wichtigsten Landschaftsarchitekten der DDR. Sein schriftlicher Vorlass befindet sich in den Wissenschaftlichen Sammlungen des Leibniz-Instituts für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner.

Belagerung von Neapel (542–543)

Iberischer Krieg Dara – Satala – Callinicum
Vandalenkrieg Ad Decimum – Tricamarum
Gotenkrieg 1. Neapel – 1. Rom – Verona – Faventia – Mucellium – 2. Neapel – 2. Rom – 3. Rom – Sena Gallica – Busta Gallorum – Mons Lactarius – Casilinus
Eroberung von Spania
Maurenkriege Mammes und Bourgaon – Babosis und Zerboule – Cillium – Marta – Felder von Cato
Lasischer Krieg Phasis
Die Belagerung von Neapel war eine Schlacht der Gotenkriege und endete im April 543 mit der Eroberung der Stadt durch den ostgotischen Feldherren Totila.
Nach den für die Goten erfolgreichen Schlachten bei Faventia und Mucellium marschierte Totila Richtung Neapel und begann im Frühjahr 542 mit der Belagerung der befestigten Stadt. Die etwa eintausend Mann umfassende Garnison unter dem oströmischen Befehlshaber Conon ergab sich trotz großzügiger Kapitulationsbedingungen den Ostgoten nicht und wartete auf Verstärkungen aus Byzanz. Justinian hatte eine Flotte unter dem Oberfehl des Magister militum Demetrius nach Italien geschickt, um den Vormarsch der Goten zu stoppen. Nachdem Demetrius auf Sizilien angelandet war, erfuhr er von der Hungersnot der eingeschlossen Bevölkerung in Neapel und begann, eine große Flotte mit Lebensmitteln für den Entsatz der Stadt zusammenzustellen. Schließlich segelte er nach Rom, um Soldaten an Bord zu nehmen.
Da Totila aufgrund der schieren Größe der oströmischen Flotte zunächst keinen Angriff auf diese gewagt hatte, gelang es ihm schließlich in Erfahrung zu bringen, dass diese zu einem großen Teil aus Transportschiffen mit Nahrungsmitteln bestand. So griff er denn Demetrius nach dessen Rückkehr aus Rom in den Gewässern Neapels umgehend mit Entermannschaften besetzten, schnellen Booten an, konnte einen Großteil der feindlichen Schiffe erobern und den oströmischen Feldherrn zur Flucht zwingen.
Trotz dieser Niederlage wagte Demetrius mit weiteren Verstärkungen aus Byzanz einen erneuten Angriff von Sizilien auf die Belagerer der Stadt. Doch auch dieses Unternehmen schlug fehl. In einer nächtlichen Seeschlacht wurde die Flotte der Byzantiner fast vollständig aufgerieben, Demetrios gefangen genommen und als Geisel den belagerten Neapolitanern präsentiert. Diese mussten nun erkennen, dass der Entsatzversuch Justinians gescheitert war, und ergaben sich Totila. Der ostgotische König behandelte die Einwohner der Stadt sehr zuvorkommend, versorgte sie nach der langen Belagerung mit Lebensmitteln und ließ Ihnen freies Geleit zusichern, schließlich aber auch die Mauern der Stadt schleifen.

Johann Georg Doertenbach

Johann Georg Doertenbach (* 1795 in Calw; † 1870 ebenda) war ein Mitglied des Württembergischen Landtags.
Johann Georg Doertenbach betätigte sich als Unternehmer und als Politiker und war an der Gründung und dem Aufbau zahlreicher Unternehmen beteiligt. Darunter waren das Bankhaus Doertenbach in Stuttgart, die Maschinenfabrik Esslingen, Doertenbach und Schauber, ein Vorgängerunternehmen der Calwer Decken- und Tuchfabriken, die Holzhandlung Stälin und Co., die sich später zu Mohr und Federhaff in Mannheim weiterentwickelte, und P. Cavallo & Cie.
Johann Georg Doertenbach war von 1829 bis 1856 Nachfolger seines Schwiegervaters Christian Jakob Zahn im Württembergischen Landtag und 1867 bis 1870 Vorsitzende der Handels- und Gewerbekammer Calw, die er 1865 gegründet hatte. Aus der Ehe mit Eugenie Luise Zahn ging die Tochter Luise Friederike (1827–1900) hervor. Sie heiratete den Calwer Kaufmann Christoph Ludwig Friedrich Federhaff. 1848/49 war Doertenbach Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.
Doertenbach setzte sich für den Aufbau einer gewerblichen Fortbildungsschule in Calw ein und trieb den Eisenbahnbau sowie den Ausbau der Straße zwischen Calw und Pforzheim voran. Seine zahlreichen Stiftungen, etwa für das Krankenhaus und die Stadtkirche in Calw, dankten ihm seine Mitbürger mit einem Ehrenpokal, der sich heute im Palais Vischer befindet. Nach Johann Georg Doertenbach ist die Johann-Georg-Doertenbach-Schule in Calw benannt.

Clusius-Gämswurz

Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii)
Die Clusius-Gämswurz (Doronicum clusii), auch Zottige Gämswurz genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie kommt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas vor.

Die Clusius-Gämswurz ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 40 cm erreicht. Sie bildet ein kriechendes, geschmackloses Rhizom. Der aufsteigende oder aufrechte Stängel ist im unteren Teil beblättert und besonders oben behaart. Die Laubblätter sind besonders am Rand mit dünnen, kraus, wollig behaart und außerdem mit dickeren, langen, spitzen Haaren besetzt. Die Laubblätter sind buchtig gezähnt bis ganzrandig, die Grundblätter sind nicht herzförmig mit einem leicht geflügelten Stiel, die Stängelblätter sind halbstängelumfassend und sitzend.
Pro Stängel ist meist nur ein Korb vorhanden, der einen Durchmesser von bis zu 6 cm besitzt. Die Hüllblätter sind wie die Laubblätter behaart. Die Blüten sind goldgelb.
Die Achänen besitzen alle einen Pappus.
Die Blütezeit reicht von Juli bis September.
Die Chromosomenzahl der Art ist 2n = 60 oder 120.
Das Verbreitungsgebiet der Clusius-Gämswurz liegt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas. Sie wächst in Höhenlagen über 2000 Meter auf lang schneebedeckten, kalkarmen Böden, Silikatschutt, mageren Rasen und in Felsspalten. Die Clusius-Gämswurz ist gesellig und nicht häufig. Sie ist eine Charakterart des Oxyrietum.
In den Allgäuer Alpen steigt sie von 2150 m Meereshöhe bis zu 2392 m Meereshöhe im Tiroler Teil am Gipfel der Rothornspitze auf.
Im deutschsprachigen Raum werden oder wurden für diese Pflanzenart, zum Teil nur regional, auch die Trivialnamen Gelbe Gamsblüh (Lungau), Gamswurz (Tirol) und Johanneswurze (Österreich) verwendet.