Vazzola

Vazzola ist eine nordostitalienische Gemeinde (comune) mit 7028 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der Provinz Treviso in Venetien. Die Gemeinde liegt etwa 22 Kilometer nordöstlich von Treviso nahe dem Canale Faver.
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Liste der Abgeordneten zum Gemeinsamen Landtag von Niederösterreich

Diese Liste der Abgeordneten zum Gemeinsamen Landtag von Niederösterreich listet alle Abgeordneten des Landtags von Niederösterreichs vor der Erhebung Wiens als eigenständiges Bundesland auf. Der Landtag amtierte vom 20. Mai 1919 bis zum 10. November 1920, wobei die Abgeordneten am 4. Mai 1919 in insgesamt elf Wahlkreisen gewählt worden waren. Die Wahlkreise verteilten sich dabei auf sieben Wiener Wahlkreise (WK) und vier niederösterreichische Wahlkreise (VU), wobei in den Wiener Wahlkreisen 68 und in den niederösterreichischen Wahlkreisen 52 Mandate vergeben wurden. Bei den Wahlen ging die Sozialdemokratische Arbeiterpartei mit 64 Mandaten als größte Fraktion hervor. Dahinter folgte die Christlichsoziale Partei mit 45 Mandaten. Die Deutsche Vereinigung erzielte 8 Mandate, wobei die Deutsche Vereinigung aus verschiedenen Gruppierungen bestand. Von den acht Mandaten entfielen fünf auf Deutschnationale Abgeordnete (Birbaumer, Kittinger, Lump, Koppensteiner, List, Zeidler und Gasselich), zwei Mandate auf Nationaldemokraten (Lutz und Mittermann) und ein Mandat auf den Nationalsozialisten Riehl. Die übrigen drei Mandaten erzielten die Tschechischen Sozialisten. Der Landtag trat erstmals am 20. Mai 1919 und wählte in der Eröffnungssitzung die Landesregierung Sever. Die Funktionsperiode wurde durch das Inkrafttreten des Bundesverfassungsgesetzes vom 10. November 1920 beendet, dass die Trennung Wiens von Niederösterreich festlegte. Für die folgende Periode bis zur endgültigen Trennung der beiden Gebiete übernahm in Niederösterreich die Kurie Niederösterreich-Land bzw. der Wiener Gemeinderat für Wien die politisch-administrativen Geschäfte der Selbstverwaltung.
Erste Republik: Prov. Landtag (1918–1919) | Gemeinsamer Landtag (1919–1920) | NÖ-Land (1920–1921) | I. GP (1921–1927) | II. GP (1927–1932) | III. GP (1932–1934) | Austrofaschismus (1934–1938)
Zweite Republik: IV. GP (1945–1949) | V. GP (1949–1954) | VI. GP (1954–1959) | VII. GP (1959–1964) | VIII. GP (1964–1969) | IX. GP (1969–1974) | X. GP (1974–1979) | XI. GP (1979–1983) | XII. GP (1983–1988) | XIII. GP (1988–1993) | XIV. GP (1993–1998) | XV. GP (1998–2003) | XVI. GP (2003–2008) | XVII. GP (2008-2013) | XVIII. GP (ab 2013)

Horace Silver

Horace Ward Martin Tavares Silver (* 2. September 1928 in Norwalk, Connecticut; † 18. Juni 2014 in New Rochelle, New York), eigentlich Silva, war ein US-amerikanischer Jazzpianist und Komponist.

Silver begann als Tenorsaxophonist (mit Lester Young als Vorbild), wechselte aber dann durch Graham Forbes, mit dem er befreundet war, zum Klavier. 1950 entdeckte ihn Stan Getz in einem Club in Hartford, Connecticut, und ging mit dessen Trio auf Tour. Mit Getz machte er auch seine erste Aufnahme. 1951 zog er nach New York, wo er bei den Jamsessions am Montagabend den Produzenten von Blue Note Records auffiel. 1952 und 1953 nahm er dort mit eigenem Trio auf, zu dem auch Art Blakey gehörte, mit dem er gemeinsam die Jazz Messengers gründete (erste Aufnahme unter diesem Namen 1954), eine Formation, die stilbildenden Einfluss bei der Entstehung des Hard Bop hatte. Horace Silvers Stil ist geprägt von einer perkussiven Spielweise mit treibenden funky Rhythmen und prägnanten Melodien. Bekannt wurde er durch seine Interpretationen meist eigener Stücke in rhythmisch sehr exakten Arrangements und seinem farbenreichen Stil.
Formal hat er die Grundstruktur des Bebop „auf ganz besondere Weise“ zu erweitern gewusst, indem er 12-taktige Blues- und 8-taktige Songformen miteinander kombinierte oder Themen mit ungerader Taktzahl schrieb. Diesen Ausbruch aus den herkömmlichen Schemata hat Silver nicht als erster begonnen, doch ist seine Wirkung bis in die Rockmusik zu verfolgen. Silver wurde durch seine erfolgreichen Alben einer der Blue Note-Stars und erhielt von dessen Mitgründer Alfred Lion erhebliche Freiheiten (bis hin zur Gestaltung von Cover und Liner Notes).
Silver wurde durch zahlreiche Musikstile beeinflusst, insbesondere durch Gospel, afrikanische Musik und lateinamerikanische Musik. Letzteren bringt Silver schon aus seinem Familienhintergrund mit – er hat neben irischen auch afrikanische Wurzeln, seine Familie stammt von den Kapverden, wo sie sich den „Portuguese“ zugehörig fühlte. Silver war nicht nur ein Hard-Bop-Pionier, sondern auch einer der Begründer des Soul-Jazz. Er war u. a. Komponist der Stücke „Sister Sadie“, „Filthy McNasty“, „Tokyo Blues“, „Song for My Father“ (geschrieben für seinen von den Kapverdischen Inseln stammenden Vater) und „Señor Blues“ u. v. a., die zu Jazzstandards avancierten.
Silver spielte bis Ende der 1950er Jahre mit vielen Jazzgrößen, u. a. mit Lester Young, Clark Terry, Miles Davis, Kenny Clarke, Milt Jackson, Kenny Burrell und Cannonball Adderley. Seitdem spielte er nur mehr (fast) ausschließlich mit seinen eigenen Bands. Nach seiner Zeit mit den Jazz Messengers gründete er 1956 ein eigenes Hard-Bop-Quintett, in dem ähnlich wie bei Blakey junge Talente gefördert wurden, wie Hank Mobley, Louis Hayes, Junior Cook, Blue Mitchell, Joe Henderson, Woody Shaw oder Michael und Randy Brecker. Die Zusammensetzung seines Quintetts (Tenorsaxophon, Trompete, Rhythmusgruppe mit Klavier) hatte in den 1960er Jahren Vorbildfunktion für viele Jazzcombos. Seit Anfang der 1950er Jahre aktiv, erstreckte sich Horace Silvers erfolgreiche Karriere über einen Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren.
Horace Silver starb am 18. Juni 2014 im Alter von 85 Jahren in seinem Zuhause in New Rochelle.
“What is jazz music but another language?” – „Was ist Jazz anderes als eine weitere Sprache?“
“Jazz music stimulates the minds and uplifts the soul of those who play it as well as of those who listen to and immerse themselves in it.” „Jazz stimuliert den Geist und erhebt die Seele sowohl derer, die sie spielen, wie derer, die sie hören und voll und ganz in sie eintauchen.“

Bernd Venohr

Bernd Venohr (* 16. April 1959 in Hanau) ist ein deutscher Unternehmensberater.
Bernd Venohr studierte von 1978 bis 1981 Betriebswirtschaftslehre an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. 1983 erwarb er als Fulbright-Stipendiat einen Master of Business Administration (MBA) der Northwestern University (Kellogg Graduate School of Management). Im Jahre 1987 promovierte er an der Goethe-Universität mit einer Arbeit über strategische Unternehmensführung. Nach seiner Promotion arbeitete er insgesamt 14 Jahre bei der Strategieberatung Bain & Company. Zuletzt war Venohr dort Senior Partner und Mitglied des Board of Directors. Von 2000 bis 2005 war er Geschäftsführer von Accenture Deutschland/Schweiz/Österreich mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Venture Capital und Corporate Development. 2006 erhielt Venohr einen Ruf auf die Professur für strategisches Management an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Dort leitete er einen MBA-Studiengang und war Mitgründer des Instituts für Entrepreneurship, Mittelstand und Familienunternehmen. Seit 2009 ist Venohr selbständig unternehmerisch tätig im Beratungs- und Beteiligungsgeschäft.
Venohr lebt in München, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Funktional

Als Funktional bezeichnet man in der Mathematik zumeist eine Funktion aus einem Vektorraum in den Körper, der dem Vektorraum zugrunde liegt.
Oft ist V ein Funktionenraum, also ein Vektorraum, dessen Elemente reell- oder komplexwertige Funktionen sind. Ein Funktional ist somit eine Funktion auf Funktionen. Der mathematische Teilbereich der Funktionalanalysis bekam seinen Namen, da er historisch aus dem Studium solcher Funktionale hervorging.
Als grundlegende Unterscheidung ist es sinnvoll, lineare und nichtlineare Funktionale gesondert zu betrachten, da diese beiden Arten von Funktionalen auf sehr unterschiedliche Weise in der Mathematik behandelt werden. In beiden Fällen beschränken wir uns hier auf die fast ausschließlich untersuchten Fälle, in denen der Zahlenkörper (Skalarkörper) der Körper der reellen Zahlen oder der Körper der komplexen Zahlen ist.

Sei ein -Vektorraum mit . Ein Funktional ist eine Abbildung
Ein lineares Funktional auf dem Vektorraum der Funktionen auf der reellen Achse ist das Auswertungsfunktional an der Stelle Null
Dieses Funktional heißt Delta-Distribution oder Dirac-Delta.
Ein nichtlineares Funktional auf dem Vektorraum der Kurven im Raum, speziell hier stetig differenzierbare Funktionen von nach , ist das Bogenlängenfunktional
In den meisten Bereichen der Funktionalanalysis, etwa in der Theorie der topologischen Vektorräume, wird der Begriff Funktional (ohne weiteren Zusatz) als Synonym für lineare Funktionale benutzt. Ein solches Funktional ist definitionsgemäß eine lineare Abbildung des Vektorraumes in seinen Skalarkörper . Die Menge all dieser Funktionale ist wiederum in natürlicher Form ein Vektorraum über dem gleichen Körper , indem man für zwei Funktionale und über die Addition und Skalarmultiplikation punktweise definiert, d. h.
Der Vektorraum der linearen Funktionale auf dem Vektorraum wird der algebraische Dualraum genannt und oft mit bezeichnet.
Für den Vektorraum ist der Dualraum kanonisch isomorph zum Vektorraum selbst, d. h. . Der kanonische Isomorphismus wird dabei über das Standardskalarprodukt vermittelt:
Für den Vektorraum gilt ähnliches wie im ersten Fall, allerdings ist die kanonische Abbildung in diesem Fall semilinear:
Der Dualraum ist in diesem Fall also gleich groß, hat aber bezüglich der kanonischen Abbildung eine andere Skalarmultiplikation. Im Sinne der linearen Algebra sagt man auch der Dualraum ist kanonisch isomorph zum komplex konjugierten Vektorraum.
Für allgemeine endlichdimensionale Vektorräume kann man durch die Wahl einer Basis und Anwendung der beiden ersten Fälle zeigen, dass der Dualraum immer die gleiche Dimension wie der Ursprungsraum hat. Die Abbildungen zwischen dem Vektorraum und dem Dualraum sind dann aber im Allgemeinen nicht kanonisch.
Für unendlichdimensionale Vektorräume ist der Fall wesentlich komplizierter. In einigen wichtigen Fällen, z. B. für Hilberträume, ist der Vektorraum zwar ein kanonischer Unterraum, im Allgemeinen gilt dies allerdings nicht. Der algebraische Dualraum eines unendlichdimensionalen Vektorraums hat zudem immer größere Dimension (im Sinne der Kardinalität einer algebraischen Basis) als der Ursprungsraum.
Wie gerade gesehen, ist der algebraische Dualraum eines unendlichdimensionalen Vektorraums immer größer oder gleich dem ursprünglichen Vektorraum. Man kann sogar behaupten, dass diese Dualräume oft riesig sind und viele Elemente enthalten, die mathematisch kaum handhabbar sind. Das Ziel der Funktionalanalysis ist es allerdings, die Methoden der mehrdimensionalen Analysis auf unendlichdimensionale Räume auszudehnen und dabei insbesondere Konzepte wie Stetigkeit und Differenzierbarkeit zu untersuchen. Daher werden a priori nur Vektorräume betrachtet, die zumindest den Stetigkeitsbegriff sinnvoll zulassen. Dies sind die topologischen Vektorräume, zu denen alle normierten Vektorräume, insbesondere Banachräume, und Hilberträume gehören.
In einem topologischen Vektorraum sind nun im Allgemeinen nicht alle linearen Funktionale stetig. Die Menge der stetigen Funktionale, die in der Funktionalanalysis von primärem Interesse ist, heißt der topologische Dualraum und wird mit bezeichnet.
Für endlichdimensionale Vektorräume gibt es eine natürliche Topologie (Normtopologie), die aus der euklidischen Norm hervorgeht (genauer gesagt: aus einer beliebigen euklidischen Norm, wenn man eine Basis wählt). Dies ist gerade die Topologie, die der normalen Standard-Analysis zugrunde liegt, und in dieser ist jedes lineare Funktional stetig. Das heißt, der algebraische Dualraum ist gleich dem topologischen Dualraum.
Im unendlichdimensionalen Fall ist der topologische Dualraum (fast) immer ein echter Teilraum des algebraischen Dualraumes.
In normierten Vektorräumen ist ein Funktional genau dann stetig, wenn es beschränkt ist, das heißt
Der topologische Dualraum ist dann automatisch ein Banachraum mit der oben angegebenen Supremumsnorm.
In Hilberträumen ist der topologische Dualraum kanonisch mit dem Ursprungsraum identifizierbar (Darstellungssatz von Fréchet-Riesz). Die Identifikation erfolgt wie im endlichdimensionalen Fall über das Skalarprodukt:
Der topologische Dualraum des Raumes der unendlich oft stetig differenzierbaren Funktionen mit kompaktem Träger auf der reellen Achse (die so genannten Testfunktionen) mit einer bestimmten (hier nicht näher erklärten) Topologie wird als Raum der Distributionen bezeichnet. In diesem Raum liegt auch das weiter oben genannte Beispiel des Dirac-Delta-Funktionals.
Nichtlineare Funktionale traten historisch erstmals in der Variationsrechnung auf. Ihr Studium unterscheidet sich grundlegend von dem der oben beschriebenen linearen Funktionale. In der Variationsrechnung setzt man es sich beispielsweise zum Ziel, die Extremalpunkte solcher Funktionalpunkte zu bestimmen. Zu diesem Zweck benötigt man eine Verallgemeinerung des Ableitungsbegriffs der mehrdimensionalen Analysis, d. h. eine Definition des Differentials des Funktionals. In der Variationsrechnung und in den Anwendungen ist dieses Differential unter dem Namen Variationsableitung bekannt, mathematisch präzisiert wird der Begriff z. B. durch die Fréchet-Ableitung und die Gateaux-Ableitung.
Große Bedeutung in der Anwendung, insbesondere in der klassischen Mechanik haben nichtlineare Funktionale auf Kurvenräumen, wie in dem Beispiel des Bogenlängenfunktionals weiter oben. Man kann dieses Beispiel leicht verallgemeinern.
Wir betrachten wiederum einen Kurvenraum und zusätzlich eine stetig differenzierbare Funktion . Damit definieren wir:
Man sagt, das Funktional L habe einen stationären Punkt bei einer Kurve c, wenn das Differential
für alle Variationen h, das sind Kurven mit Anfangs- und Endpunkt in der Null, verschwindet. Dies ist hier genau dann der Fall, wenn das (gewöhnliche) Differential von F auf der ganzen Kurve c verschwindet:
Betrachtet man einen Kurvenraum und zweifach stetige Funktionen mit zwei Argumenten , so erhält man analog:
stationären Punkte bei einer Kurve c, wenn das Differential
für alle Variationen h, verschwindet. Dies ist in diesem einfachen Fall genau dann der Fall, wenn c die Euler-Lagrange-Gleichung erfüllt, d. h.
Bisweilen, insbesondere in anwendungsnahen Texten, schreibt man eine funktionale Abhängigkeit (im Gegensatz zu der gewöhnlichen funktionellen Abhängigkeit) mit eckigen oder geschweiften statt mit runden Klammern und nennt dabei eventuell ein Dummy-Argument der Argumentfunktion, also I[f] oder I{f(x)} statt I(f).

Johann Briesmann

Johann Briesmann (auch Brießmann, Brismann, Prysmann, sorbisch Jan Brězan; * 31. Dezember 1488 in Cottbus; † 1. Oktober 1549 in Königsberg) war ein deutsch-sorbischer evangelischer Theologe des 16. Jahrhunderts und Reformator.
Briesmann entstammte einer angesehenen Familie, sein Großvater war zweiter Bürgermeister in seiner Geburtsstadt. Zunächst wurde er um 1510 Franziskaner und immatrikulierte sich 1518, unter dem Rektorat Konrad Wimpinas, in der Universität Frankfurt an der Oder. Im Januar 1520 wechselte er an die Universität Wittenberg, wo er unter dem Einfluss Martin Luthers, im Oktober 1521 zum Litzentaten der Theologie, am 1. Februar 1522 zum Doktor der Theologie promovierte und damit am 2. Februar 1522 einen Sitz in der Theologischen Fakultät der Universität erhielt.
Im Rahmen der Wittenberger Bewegung wurden die Franziskaner durch den Rat der Stadt aus Wittenberg ausgewiesen. Dazu kehrte er nach Cottbus zurück, hatte aber mit seinen Ordensbrüdern schwere Kämpfe wegen der Mönchsgelübde auszustehen. Seinen Standpunkt legte er in dem Sendschreiben „Unterricht und Ermahnung“ dar, das er in Wittenberg drucken ließ. Aufgrund dieser Streitigkeiten kehrte er Ende 1522, durch Vermittlung Georg Spalatins und auf Intervention Luthers nach Wittenberg zurück.
Wieder war es Luther, der Briesmann 1523 dem Hochmeister des Deutschen Ordens Albrecht I. von Brandenburg-Ansbach, als Prediger am Dom in Königsberg empfahl. Mit dem Einverständnis Georg von Polenz begann er Ende Juni seine Reise in das preußische Königsberg und hielt am 27. September 1523 seine erste Predigt im reformistischen Sinne und erlangte das volle Vertrauen von Polentz der in der Folge sein nächster Mitarbeiter wurde.
Seine Predigten waren geistvoll, ernst und auf das Wesen des Evangelium, die Rechtfertigung des Sünders vor Gott, gerichtet. Damit andere Prediger eine Anleitung für die reformistischen Grundlagen erhielten, stellte er 110 Thesen, die „Flosculi de homine interiore et exteriore, fide et operibus“ auf, die entscheidend zum Durchbruch der Reformation in Preußen beitrugen, in der Anlehnung an Luthers Traktat von der Freiheit eines Christenmenschen. Verstärkt wurde die durch ihn initiierte Bewegung, als Paul Speratus 1524 als Schlossprediger nach Königsberg berufen wurde und Johann Poliander 1525 an die Altstädter Kirche in Königsberg berufen wurde.
Als Albrecht am 8. April 1525 in Krakau den Huldigungseid ablegte, wurde Preußen evangelisch. Nun fiel Briesmann die Arbeit zu, eine neue Kirchenordnung aufzustellen, er ließ zahlreiche Predigten als Traktate drucken und wirkte auch dadurch stark auf die Gemeinden ein. Er hatte am 12. Juni 1525 Elisabeth Sackheim geheiratet, Abtissin des Marienklosters in Löbenicht bei Königsberg. Aber nicht theologisch agierte Briesmann; als er die Ehe einging, war er der erste verheiratete Prediger in Preußen.
Seine vielfältigen Engagements und als Vertrauter des Herzogs Albrecht, wurde er Mitglied dessen Regierungskollegiums. Als dieser half er seinem Herzog, gemeinsam mit Andreas Knopke 1527 die Reformation in Riga und Livland durchzusetzen. Dazu reiste er im Oktober 1527 mit seiner Familie nach Riga und verfasste hier seine bedeutende Schrift von der „kurzen Ordnung des Kirchendienstes samt einer Vorrede von Ceremonien“, in der er sich an die Königsberger Ordnung teilweise wörtlich anschloss. Der grundsätzliche Teil war hochdeutsch, die Ausführungsbestimmungen waren niederdeutsch geschrieben.
Als er vier Jahre in Livland gewirkt hatte kehrte er 1531 nach Königsberg als Pfarrer an den Dom zurück. Gemeinsam mit Speratus und Poliander führte er zunächst einen erbitterten Kampf gegen die Schwarmgeisterei des Kaspar Schwenckfeld. Sein Wirken wurde auch in anderen deutschen Städten anerkannt. So wollte ihn die Universität Rostock als Professor und Superintendent berufen. Jedoch lehnte er diese Berufung ab und widmete aber zum Dank der Fakultät 2 Predigten aus dem 4. Kapitel Genesis. Vielmehr war er an der Ordnung und Festigung des evangelischen Gottesdienstes in seiner Gemeinde interessiert.
Als 1544 eine neue Kirchenordnung nötig wurde, arbeitete er diese als „Ordnung vom äußerlichen Gottesdienst und Artikel der Zeremonien, wie es in den Kirchen des Herzogtums zu Preußen gehalten wird“ wiederum aus, die im Wesentlichen den Abschluss der Reformation in Preußen darstellt. Als die Universität Königsberg gegründet wurde, war er einer der maßgeblichen Beteiligten. Er übernahm dessen Führung der Geschäfte, erstellte Gutachten und richtet diese ein. Deshalb wurde er 1546 zu Präsident und Superintendenten des samländischen Bistums.
Jedoch erkrankte Briesmann. Da der überanstrengte Mann nicht mehr die an ihn gestellten Ansprüche erfüllen konnte, legte er seine Tätigkeiten nieder und konnte daher seine Amtspflichten mehr wahrnehmen. Im März 1549 kam es zum Osiandrischen Streit, gegen den Briesmann entschieden auftrat. Da es sich in diesem Streit um die Grundartikel des christlichen Glaubens handelte, wollte er die Entscheidung im Lande vollzogen haben, ohne dass Gutachten von auswärts eingeholt wurden. Mit diesem Protest schließt seine öffentliche Wirksamkeit. Er fiel der Pest zum Opfer und wurde im Chor des Königsberger Doms begraben.

Lothar Franz von Schönborn

Lothar Franz von Schönborn (* 4. Oktober 1655 in Steinheim am Main; † 30. Januar 1729 in Mainz) war Fürstbischof von Bamberg (1693–1729), Kurfürst und Erzbischof von Mainz (1695–1729).

Er stammte aus dem Hause Schönborn. Seine Eltern waren der kurmainzische Amtmann Philipp Erwein von Schönborn (1607–1668), der einzige Bruder des Mainzer Kurfürsten und Erzbischofs Johann Philipp von Schönborn (1605–1673), und Maria Ursula, geb. Greiffenclau von Vollrads (1610–1682), eine Nichte des Mainzer Kurfürsterzbischofs Georg Friedrich von Greiffenklau (1573–1629).
Seine Neffen waren die (Fürst-)Bischöfe Johann Philipp Franz von Schönborn (1673–1724), Friedrich Carl von Schönborn (1674–1746), Kardinal Damian Hugo Philipp von Schönborn-Buchheim (1676–1743) und Franz Georg von Schönborn (1682–1756).
Seine Ausbildung erhielt er am Jesuitenkolleg in Aschaffenburg. 1665 wurde Lothar Franz Domizellar in Würzburg, 1667 in Bamberg. Eine Dompräbende in Mainz erhielt er 1674. Er machte seine Kavalierstour durch Holland, Frankreich und Italien. Sein Biennium absolvierte er von 1673 bis 1675 in Wien. In dieser Zeit fand er auch zu einer im Grundsatz prokaiserlichen Haltung. Domherr in Bamberg wurde er 1681 und in Würzburg 1683. Für den Bischof von Bamberg war er in verschiedenen diplomatischen Missionen unterwegs und wurde zum Präsidenten der Hofkammer ernannt. Im Jahr 1689 wurde er Scholastikus und Kustos in Bamberg und Domherr zu Mainz. Noch als Domherr ließ er Schloss Gaibach seit 1694 kunstvoll ausgestalten.
Im Jahr 1693 wurde er zum Bamberger Bischof gewählt. Er wurde 1695 gegen die kaiserliche Empfehlung zum Kurfürsten von Mainz gewählt, nachdem er 1694 Koadjutor geworden war. Kurz nach der Wahl zum Bischof in Mainz erhielt er das erzbischöfliche Pallium und ließ sich zum Priester und Bischof weihen. Er war zwar persönlich durchaus fromm, beschränkte seine priesterliche Tätigkeit aber vor allem auf herausgehobene Ereignisse. Die von seinen Vorgängern begonnenen kirchlichen und liturgischen Reformen wurden in Schönborns Amtszeit fortgesetzt.
In seine Regierungszeit fiel das Verbot der Wahlkapitulationen durch Kaiser und Papst, von dem er für Mainz jedoch päpstlichen Dispens erlangte. Dennoch setzte sich Lothar Franz gelegentlich über Bestimmungen der Wahlkapitulationen hinweg und leistete sich bei Pfründen- und Ämterbesetzungen sowie Steuererhebungen Übergriffe auf Rechte des Mainzer Domkapitels.
Als Reichserzkanzler und Kurfürst ging es ihm um den Erhalt des Reiches und dessen Verteidigung. Auch verteidigte er die bestehenden Institutionen des Reiches gegen Veränderungen. Als Reichserzkanzler konnte er über seinen Neffen und Reichsvizekanzler Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim einen gewissen Einfluss auf den Wiener Hof ausüben.
Schönborn spielte eine bedeutende Rolle bei den Kreisassoziationen der Vorderen Reichskreise sowohl im Zusammenhang mit dem Pfälzischen Erbfolgekrieg im Frankfurter Assoziationsrezess wie auch mit dem spanischen Erbfolgekrieg in der Nördlinger Assoziation. Im letzteren plädierte er Anfangs für eine bewaffnete Neutralität der Assoziation, ehe er auf Seiten des Kaisers überging.
Er wirkte 1707 bei der Konversion von Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel zum katholischen Glauben mit und traute sie mit Kaiser Karl VI.. Die Krönung von Kaiser Karl VI. am 22. Dezember 1711 im Frankfurter Dom bildete den Höhepunkt im Wirken von Lothar Franz. Für seine Treue erhielt er 100.000 Gulden, mit denen er 1711 den Bau des Schlosses Weißenstein in Pommersfelden begann. Da er den Kaiser nicht nur gewählt und gekrönt, sondern auch fortgesetzt politisch unterstützt hatte, erhielt er 1726 als Dank zudem die Burg Palanok mit dem Gebiet um Mukatschewe und Tschynadijowo im Königreich Ungarn, einen der größten Besitze in Osteuropa, der aus 4 Städten und 200 Dörfern mit einer Gesamtfläche von 2.400 Quadratkilometern bestand; ein Jahr später, nach Lothar Franz‘ Tod, fiel dieses ungarische Erbe an seinen Neffen Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim und blieb bis ins 20. Jahrhundert im Besitz der Familie Schönborn.
Im Jahr 1710 kam es anlässlich der Koadjutorwahl zu einem größeren Konflikt mit dem Domkapitel. Aufgrund hauspolitischer Interessen wollte Lothar Franz einen Verwandten zum Koadjutor einsetzen lassen, um seinem Regierungssystem Stabilität zu verleihen. Das Domkapitel dagegen stellte seinen Domherren Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg als Kandidaten auf und setzte dessen Wahl unter anderem mit päpstlicher Hilfe durch. Ansonsten richtete sich die Politik des Lothar Franz auf den Wiederaufbau des Kurstaates, der durch die Eroberungskriege Ludwigs XIV. gegen die Pfalz (1688–1697) und den Spanischen Erbfolgekrieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden war. So wurde z. B. unter seiner Herrschaft 1726 der Mainzer Neubrunnen errichtet, mit welchem er den Bürgern des Bleichenviertels ein besseres Trinkwasser garantieren wollte.
Er beseitigte die Missstände in Verwaltung, Justiz und Finanzwesen durch Reformen, die zu einer strafferen Zentralisierung des Staates führten. Inwieweit Lothar Franz als absolutistischer Herrscher, speziell gegenüber dem Domkapitel zu bezeichnen ist, ist umstritten. Man sagt ihm nach, dass er aus hauspolitischen Gründen nicht absolutistisch regiert hätte, andere sehen ihn als machtvolle, dominante Persönlichkeit. Ihm folgten zwei für Mainz weniger bedeutungsvolle Kurfürsten.
Lothar Franz von Schönborn war, wie auch später seine Neffen, ein bedeutender Bauherr. Schon sein Onkel, Kurfürst-Erzbischof Johann Philipp (1605–1673), hatte nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges zwischen 1655 und 1675 die Festung Mainz mit 16 Bastionen, die einen sternförmigen Gürtel um die Stadt bildeten, und der Zitadelle Mainz als Kommandantur ausbauen lassen. Lothar Franz ließ während des Spanischen Erbfolgekrieges den Festungsbaumeister Johann Maximilian von Welsch einen zweiten Festungsring mit fünf weit vorgeschobenen Forts um die Stadt Mainz errichten (1710–1730). Welsch wurde auch mit dem Bau des Lustschlosses Favorite bei Mainz beauftragt (1700–1722) und erweiterte die Kurmainzische Statthalterei in Erfurt zu einer Vierflügelanlage (1713–1720), Johann Baptist Ferolski errichtete 1721–29 das Mainzer Rochusspital. Vor allem aber wurden die Brüder Dientzenhofer zu Lothar Franz‘ Hofarchitekten: Leonhard Dientzenhofer entwarf 1697–1703 die Neue Residenz Bamberg sowie mehrere Klöster, Johann Dientzenhofer 1711–1718 Schloss Weißenstein in Pommersfelden, letzteres als privaten Landsitz, der bis heute den Grafen Schönborn aus Wiesentheid gehört. Dort kann auch Lothar Franz‘ Bibliothek besichtigt werden sowie die größte private Barockgemäldesammlung Deutschlands mit über 600 Exponaten, darunter Gemälde von van Dyck, Rubens, Brueghel, Giordano, Tizian, Artemisia Gentileschi und Dürer.
Neue Residenz (Bamberg), erbaut 1697–1703
Lustschloss Favorite (Mainz), erbaut 1700–1722
Schloss Weißenstein (Pommersfelden), erbaut 1711–1718
Kurmainzische Statthalterei in Erfurt, erweitert 1713–1720
In Mainz-Altstadt wurde die Schönbornstraße nach ihm benannt. In Hanau, Ortsteil Steinheim, wurde die Schönbornstrasse nach der Familie Schönborn benannt.
Albrecht von Wertheim | Friedrich III. von Aufseß | Anton von Rotenhan | Georg I. von Schaumberg | Philipp von Henneberg | Heinrich III. Groß von Trockau | Veit I. Truchseß von Pommersfelden | Georg II. Marschall von Ebnet | Georg III. Schenk von Limpurg | Weigand von Redwitz | Georg IV. Fuchs von Rügheim | Veit II. von Würtzburg | Johann Georg I. Zobel von Giebelstadt | Martin von Eyb | Ernst von Mengersdorf | Neidhardt von Thüngen | Johann Philipp von Gebsattel | Johann Gottfried I. von Aschhausen | Johann Georg II. Fuchs von Dornheim | Franz von Hatzfeld | Melchior Otto Voit von Salzburg | Philipp Valentin Voit von Rieneck | Peter Philipp von Dernbach | Marquard Sebastian Schenk von Stauffenberg | Lothar Franz von Schönborn
Erzbischöfe 1647 bis 1802 Johann Philipp von Schönborn | Lothar Friedrich von Metternich-Burscheid | Damian Hartard von der Leyen | Karl Heinrich von Metternich-Winneburg | Anselm Franz von Ingelheim | Lothar Franz von Schönborn | Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg | Philipp Karl von Eltz-Kempenich | Johann Friedrich Karl von Ostein | Emmerich Joseph von Breidbach zu Bürresheim | Friedrich Karl Joseph von Erthal | Karl Theodor von Dalberg
Bischöfe ab 1802 Joseph Ludwig Colmar | Joseph Vitus Burg | Johann Jakob Humann | Peter Leopold Kaiser | Wilhelm Emmanuel von Ketteler | Sedisvakanz Christoph Moufang (Diözesanadministrator) | Paul Leopold Haffner | Heinrich Brück | Georg Heinrich Maria Kirstein | Ludwig Maria Hugo | Albert Stohr | Hermann Volk | Karl Lehmann

Champcevinel

Champcevinel (okzitanisch: Champ Savineu) ist eine französische Gemeinde mit 2790 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2013) im Département Dordogne in der Region Aquitanien. Sie gehört administrativ zum Arrondissement Périgueux und ist Teil des Kantons Trélissac (bis 2015: Kanton Périgueux-Nord-Est). Die Einwohner heißen Champcevinellois.

Champcevinel ist eine banlieue im Norden von Périgueux. Umgeben wird Champcevinel von den Nachbargemeinden Agonac im Norden, Cornille im Nordosten, Trélissac im Osten, Périgueux im Süden, sowie Château-l’Évêque im Westen.
Schloss Borie-Petit
Schloss Vigneras
Kirche Saint-Marc
Herrenhaus Boisset
Mit der italienischen Gemeinde Castel Focognano in der Provinz Arezzo (Toskana) besteht seit 2002 eine Partnerschaft.
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Art Basel

Die Art Basel gilt als eine der wichtigsten Kunstmessen für Zeitgenössische Kunst. Bis zum Frühsommer 2013 fand sie 44 Mal in Basel statt, 2002 wurde die Messe mit der Art Basel in Miami Beach erstmals außerhalb Europas veranstaltet, 2013 kam mit der Art Basel in Hong Kong ein weiterer Standort in Südostasien hinzu. Jede Messe besteht aus den teilnehmenden Galerien, bestimmten Ausstellungsbereichen, Kunstwerken und einem Parallelprogramm, welches in Zusammenarbeit mit den lokalen Institutionen der jeweiligen Stadt gestaltet wird.

Die Idee, eine Messe für Kunst in Basel zu veranstalten, wurde 1968 geboren. Die Initiative ging von den Galeristen und Kunsthändlern Trudl Bruckner, Balz Hilt und Ernst Beyeler aus. Das Projekt war die unmittelbare Reaktion auf die erste Messe für moderne und zeitgenössische Kunst in Köln, dem Kölner Kunstmarkt im Herbst 1967. Diesen Kunstmarkt hatte der Verein progressiver deutscher Kunsthändler veranstaltet. Als „undemokratisch“ wurde damals kritisiert, dass der Verein nur ausgewählte Galerien zu der Messe einlud. Die Basler Kunsthändler entschieden sich deshalb für ein offenes Messekonzept, das die Aussteller ohne Teilnahmebeschränkung zuliess.
An der ersten, vom 11. bis zum 16. Juni 1970 – in Basel – ausgerichteten Messe, nahmen bereits 90 Galeristen und 30 Verleger aus zehn Ländern teil, nach eigenen Angaben wurden 16.300 Besucher angezogen. Mit einem Umsatz von 5,8 Millionen Franken war die Veranstaltung auch kommerziell ein Erfolg. Da die Kölner Kunsthändler ihr Messekonzept gefährdet sahen, riefen sie zum Boykott der Basler Veranstaltung auf. Die Galeristen sollten sich für eine Teilnahme entweder in Köln oder in Basel entscheiden. Trotz dieser Aufrufe konnte sich jedoch die Art Basel im Kunstbetrieb fest etablieren. Drei Jahre nach der ersten Durchführung begrüsste die Art Basel bereits 281 Aussteller und mehr als 30000 Besucher. Während sich andere Kunstmessen, beispielsweise in Köln und Düsseldorf, in den 1970er Jahren zusammenschlossen, blieb die Art Basel unabhängig.
Seit 1973 findet die Messe in der denkmalgeschützten Rundhofhalle statt. Ein Ausstellerbeirat (Selection Committee) wirkt seit 1974 bei ihrer Vorbereitung mit und trifft eine Auswahl unter den angemeldeten Galerien. Das Komitee wird jährlich neu bestellt. In ihm sind Galerien vertreten, die regelmäßig an der Art Basel teilnehmen. Ihre Integrität und Expertise muss über jeden Zweifel erhaben sein. Seine Entscheidung trifft das Komitee mit einfacher Mehrheit, wobei es seine Entscheidung nicht begründet. Bei einer Ablehnung können die betroffenen Galerien das Appeals Board anrufen.
Seit 2002 gibt es die Art Basel auch in Miami Beach. Dort wurde sie unter der Führung des einstigen Direktors ((Samuel Keller)) ins Leben gerufen.
An der 39. Messe vom 4. bis 8. Juni 2008 nahmen über 300 Galerien aus 33 Ländern teil. Sie wurden vom Art Committee aus über 1000 Bewerbungen ausgewählt und präsentierten etwa 5000 Werke von über 2000 Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts. Am stärksten vertreten waren mit 72 Galerien die USA, gefolgt von Deutschland (49 Galerien), der Schweiz (35), Grossbritannien (29) und Frankreich (22). Rund 60.000 Kunstliebhaber, Galeristen, Händler, Sammler und Kunstschaffende besuchten die Messe. Das 40-jährige Jubiläum des Bestehens feierte die Art Basel vom 10. bis 14. Juni 2009.
Aufgrund ihrer internationalen Bedeutung wurde die Art Basel im Jahr 2004 von der Londoner Zeitung The Daily Telegraph als „Olympiade der Kunstwelt“ bezeichnet.
Im Mai 2013 fand die erste Art Basel in Hongkong statt. Die MCH Messe Schweiz (Basel) AG, die Muttergesellschaft der Art Basel, hatte bereits im Juli 2011 60 Prozent der Asian Art Fairs Limited als Betreiberin der ART Hong Kong erworben. 2014 wurden die restlichen 40 Prozent übernommen.
Während der Art Basel 2013 kam es zu einem Zwischenfall. Aus Protest gegen das als dekadent empfundene „Favela Café“ auf dem Messeplatz, einen von dem japanischen Künstler Tadashi Kawamata und dem Schweizer Architekten Christophe Scheidegger realisierten temporären Nachbau einer Favela, in deren Hütten für die Messebesucher zu hohen Preisen Milchkaffee und Cüpli (Champagner) ausgeschenkt wurde, hatte eine Gruppe von Künstlern aus der Alternativszene am Nachmittag des 14. Juni daneben eine „echte“ Favela errichtet und eine Reggae-Party gefeiert. Zunächst wurde dies seitens der Messe toleriert. Nach einem Strafantrag des Messeveranstalters MCH Group, die den Platz für die Dauer der Art Basel gemietet hat, räumte die Polizei jedoch nach Verstreichen von Ultimaten das Gelände am späten Abend unter Einsatz von Mehrzweckwerfer und Pfefferspray.
Das Art Basel Executive Committee setzt sich zusammen aus dem Direktor Marc Spiegler (Gesamtentwicklung der drei Messen) sowie Adeline Ooi (Director Asia), Marco Fazzone (Director Resources and Finances), Patrick Foret (Director of Business Initiatives) und Noah Horowitz (Director Americas). Weiter steht der Organisation ein Management Board zur Verfügung. Jede Art Basel Show verfügt über ein eigenes Selection Committee, ein Gremium bestehend aus internationalen Galeristen, welches alle Bewerbungen prüft und die teilnehmenden Galerien aussucht. Jedes Jahr beginnt ein neuer Bewerbungsprozess, an dem jede Galerie erneut teilnehmen muss. Die Galeristen des Selection Committees haben diese Rolle meist für mehrere Jahre inne.
Neben dem Selection Committee sind bei jeder Show auch Kuratoren involviert. Zu den derzeitigen Gast-Kuratoren gehören: Nicholas Baume (Direktor und Chef-Kurator, Public Art Fund), Gianni Jetzer (Direktor des Swiss Institute, New York), Florence Derieux (Director of FRAC Champagne-Ardenne), Samuel Leuenberger (Kunstraum Salt, Basel) und Hans-Ulrich Obrist (Co-Direktor Serpentine Galleries, London).
Die Art Basel pflegt ein internationales Netzwerk aus mehr als 20 Global VIP Relations Managern, die das ganze Jahr über weltweit Beziehungen aufbauen innerhalb der Kunstwelt, zu Kunstsammlern, Wirtschaftsführern und Entscheidungsträgern.
Die Art Basel zählt zum Messeportfolio des Live-Marketing-Unternehmens MCH Group. Die Muttergesellschaft der Art Basel, MCH Messe Schweiz (Basel) AG, veranstaltet im Jahr rund 20 Schlüsselevents in den Bereichen Fach- und Publikumsmessen. Dazu gehört auch die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld.
An der Art Basel in Basel, welche das erste Mal 1970 stattfand, trifft sich die internationale Kunstwelt jeden Sommer in der Kulturhauptstadt Basel. 2015 nahmen mehr als 280 Galerien aus 33 Ländern teil, welche mehr als 98000 Künstler, Sammler, Galeristen, Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunstbegeisterte anlockten.
Die Show gliedert sich in acht Sektoren:
Galleries: Das Fundament der Art Basel ist der Galleries-Sektor. Mehr als 220 der weltweit führenden Galerien für Moderne und Zeitgenössische Kunst zeigen dort Werke aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Galleries beinhaltet Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Drucke, Fotografien, Video und Digitale Kunst von mehr als 4000 Künstlern.
Feature: Der Feature-Sektor stellt präzis kuratierte Projekte vor. Dies können Solo-Präsentationen eines individuellen Künstlers sein oder Juxtapositionen und Themen-Exponate von Künstlern unterschiedlicher Kulturen und Generationen oder mit unterschiedlichen künstlerischen Herangehensweisen.
Statements: In diesem Sektor stellt Art Basel aufregende neue Soloprojekte von jungen, aufstrebenden Künstlern vor.
Edition: Führende Verleger von Editionen, Druckgrafiken und Serien zeigen das Resultat ihrer Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern.
Unlimited: Unlimited ist eine kuratierte Plattform für Projekte, die die Beschränkungen klassischer Messestände überschreiten. Unlimited fand erstmals im Jahr 2000 unter dem damaligen Direktor Samuel Keller und mit Simon Lamunière als Kuratorin statt. Die innovativen Werke beinhalten riesige Skulpturen und Bilder, Videoprojektionen, gross angelegte Installationen und Live Performances. Seit 2012 wird Unlimited von dem New Yorker Kurator Gianni Jetzer kuratiert.
Parcours: Parcours bespielt die historischen Quartiere Basels mit ortsspezifischen Skulpturen, Interventionen und Performances von bekannten internationalen Künstlern und aufstrebenden Talenten. Parcours wurde bis 2015 von Florence Derieux kuratiert. Ab 2016 übernimmt der Basler Samuel Leuenberger. Art Basel Parcours ist für die Öffentlichkeit zugänglich.
Film: Art Basels Filmprogramm von und über Künstler dauert eine Woche. Die Kuratoren sind die in Kairo ansässige Maxa Zoller und der Zürcher Sammler This Brunner. Magazines: Kunstpublikationen aus der ganzen Welt legen an der Messe ihre Magazine aus.
Ergänzend zu den acht Sektoren finden an der Art Basel zahlreiche Gespräche (Conversations, Salon) statt. Zu den dort behandelten Themen gehören das Sammeln und Ausstellen von Kunst, das Kunstverständnis aus einer geografischen und historischen Perspektive sowie zeitlose Themen aus der Szene der Zeitgenössischen Kunst. Künstler, Galeristen, Kunsthistoriker, Kuratoren, Museumsdirektoren, Herausgeber und Sammler nehmen an Podiumsdiskussionen teil, signieren Bücher und geben Interviews.
Ausserhalb der Messehallen gibt es Ausstellungen in Basels kulturellen Institutionen. Dazu zählen beispielsweise Fondation Beyeler, Kunstmuseum Basel, Kunsthalle Basel, Tinguely Museum und Kunsthaus Baselland.
Hauptsponsor der Art Basel in Basel ist seit 1994 die Bank UBS. 1999 wurde diese Partnerschaft auch auf Unlimited ausgeweitet. Zu den Nebensponsoren gehören Davidoff, AXA Art, Netjets Europe, Audemars Piguet und The Absolut Art Bureau.
Rechtzeitig zur Show in 2013 wurde der Neubau der Messe Basel unter der Leitung der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron fertiggestellt.
Die US-amerikanische Ausgabe der Art Basel findet seit 2002 jeden Dezember statt. Wie an ihrem Pendant in Basel trifft sich dort die internationale Kunstwelt. Im Jahr 2014 nahmen 267 Galerien aus 31 Ländern teil. Es kamen 73.000 Sammler, Künstler, Händler, Kuratoren, Kritiker und Kunstfreunde.
Die Art Basel in Miami Beach gliedert sich in neun Sektoren: Galleries: Mehr als 190 der weltweit führenden Galerien für moderne und zeitgenössische Kunst aus Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Asien und Afrika stellen Malereien, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen, Drucke, Fotografien, Filme, Videos und digitale Kunst von mehr als 4000 Künstlern aus.
Nova: Nova ist für Galerien, die einen, zwei oder drei Künstler präsentieren möchten, deren Werke in den vergangenen drei Jahren entstanden sind. Die hier ausgestellten Werke sind in Nova oftmals das erste Mal überhaupt zu sehen und wurden häufig gerade erst fertig gestellt.
Positions: Diese Plattform ermöglicht es Kuratoren, Kritikern und Sammlern, Nachwuchstalente zu entdecken. Hier stellen einzelne Künstler eines ihrer wichtigsten Werke vor.
Edition:Verleger von Editionen, Druckgrafiken und Serien zeigen das Resultat ihrer Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern.
Kabinett: Die Teilnehmer des Kabinett-Sektors werden aus dem Galleries-Sektor ausgewählt. In einem eigenen, markierten Bereich ihres Stands präsentieren sie kuratierte Ausstellungen. Deren Konzepte sind vielfältig und beinhalten u.a. themenspezifische Gruppenausstellungen, kunsthistorische Präsentationen und Einzelpräsentationen von Künstlern.
Public: Public bespielt den öffentlichen Collins Park mit Outdoor-Skulpturen, Interventionen und Performances. Public wird seit 2011 in Zusammenarbeit mit dem Bass Museum of Art durchgeführt.
Survey: Survey präsentiert kunsthistorische Projekte. Diese können Einzelpräsentationen eines einzelnen Künstlers sein, aber auch Juxtapositionen oder themenspezifische Ausstellungen von Künstlern, welche eine grosse Bandbreite an Kulturen, Generationen und künstlerischen Ansätzen repräsentieren.
Magazines: Kunstpublikationen aus der ganzen Welt legen an der Messe ihre Magazine aus.
Ergänzend zu den neun Sektoren finden an der Art Basel Miami Beach zahlreiche Gespräche (Conversations, Salon) statt. Zu den dort behandelten Themen gehören das Sammeln und das Ausstellen von Kunst, das Kunstverständnis aus einer geografischen und historischen Perspektive sowie Themen aus der Szene der Zeitgenössischen Kunst. Künstler, Galeristen, Kunsthistoriker, Kuratoren, Museumsdirektoren, Herausgeber und Sammler nehmen an Podiumsdiskussionen teil, signieren Bücher und geben Interviews.
Während der Messezeit öffnen jedes Jahr Miamis führende Privatsammlungen für die Messebesucher. Darunter sind u.a. die Rubell Family Collection, Cisneros Fontanals Art Foundation, die De la Cruz Collection Contemporary Art Space, World Class Boxing, die Margulies Collection and die Dacra Collection. Zusätzlich stimmen Museen aus der Region Miami, die Eröffnung ihrer alljährlichen Outdoor-Kunst-Ausstellungen mit der Art Basel in Miami Beach ab. Dazu zählen u.a. das Miami Art Museum, Bass Museum of Art, Norton Museum, Wolfsonian-FIU und MOCA North Miami.
Hauptsponsor der Art Basel in Miami Beach ist seit 2002 UBS. Weitere Sponsoren sind Davidoff, NetJets US und Audemars Piguet.
Die Art Basel in Hong Kong ist die grösste jährliche Kunstmesse Asiens. Seit ihrer Premiere im Jahr 2013 im Hong Kong Convention and Exhibition Centre (HKCEC) findet sie jedes Frühjahr statt. 2015 nahmen 233 Galerien aus 37 Ländern teil, es kamen mehr als 60.000 Künstler, Sammler, Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunstfans.
Die Art Basel in Hong Kong gliedert sich in sechs Sektoren:
Galleries: Der Hauptsektor vereint die weltweit führenden Galerien für moderne und zeitgenössische Kunst.
Insights: Enthält Projekte, die eigens für die Art Basel in Hong Kong entwickelt wurden. Die teilnehmenden Galerien müssen zu 50 %aus Asien oder der Asien-Pazifik-Region stammen (von der Türkei bis Neuseeland, inklusive Asien, Mittlerer Osten und der indische Subkontinent) und die Werke von Künstlern aus jener Region exklusiv ausstellen. Zu den Projekten zählen Einzelausstellungen, außergewöhnliche kunsthistorisch themen sowie themenspezifische Ausstellungen von einem oder mehrere Künstlern.
Discoveries: Eine weltweite Plattform für aufstrebende zeitgenössische Künstler. Discoveries zeigt die Arbeit der „nächsten Generation“ zu einem frühen Zeitpunkt ihres Schaffens. Die teilnehmenden Galerien zeigen einen Ausschnitt von einem oder zwei Künstlern aus dem Programm ihrer Galerie. Die präsentierten Werke sollten möglichst neu und eigens für die Show hergestellt worden sein.
Encounters: Zeigt besonders große Skulpturen und Installationen von Künstlern und überschreitet die Beschränkungen klassischer Messestände. Encounters präsentiert die Werke an prominenten Orten in den Messehallen. Kuratorin ist Alexie Glass-Kantor, Executive Director des Art Space, Sydney. Film: Das Programm besteht aus Filmen von und über Künstler. Film wird kuratiert von Li Zhenhua, Direktor und Gründer des Beijing Art Labs.
Magazines: Kunstpublikationen aus der ganzen Welt legen an der Messe ihre Magazine aus.
Ergänzend zu den sechs Sektoren finden an der Art Basel in Hong Kong zahlreiche Gespräche (Conversations, Salon) statt. Zu den dort behandelten Themen gehören das Sammeln und das Ausstellen von Kunst, das Kunstverständnis aus einer geografischen und historischen Perspektive sowie allgemeine Themen aus der Szene der zeitgenössischen Kunst. Künstler, Galeristen, Kunsthistoriker, Kuratoren, Museumsdirektoren, Herausgeber und Sammler nehmen an Podiumsdiskussionen teil, signieren Bücher und geben Interviews.
Hauptsponsor der Art Basel in Hong Kong ist UBS. Weitere Sponsoren sind u.a. Davidoff, Netjets und Audemars Piguet.
Die Art Basel zieht ein internationales Publikum von Künstlern, Galeristen, Sammler, Museumsdirektoren und Kuratoren, sowie Menschen, die sich für moderne und zeitgenössische Kunst des 20. und 21. Jahrhundert begeistern, an.

Josef Çınar


Josef „Jupp“ Çınar bzw. Josef „Jupp“ Cinar (* 22. Januar 1984 in Bremen) ist ein deutsch-türkischer Fußballspieler mit aramäischer Abstammung.

Josef Cinar ging in Gütersloh zur Schule und spielte in der Jugend des FC Gütersloh. In der A-Jugend wechselte er zum VfB Fichte Bielefeld, wo er danach bis 2004 auch der Oberliga-Mannschaft des Vereins angehörte. Dann wechselte er innerhalb der Liga zum SC Verl. Es dauerte bis zu seinem dritten Jahr, bis er sich in der Mannschaft festgespielt hatte. In dieser Saison gelang dem Club der Aufstieg in die Regionalliga Nord als souveräner Meister mit nur 28 Gegentoren in 34 Partien. In der Saison 2007/08 war Cinar zwar wieder Stammspieler und dazu Kapitän der Mannschaft, konnte aber auch nicht verhindern, dass Verl als Tabellenvorletzter gleich wieder von der dritten in die vierte Spielklasse abstieg.
Danach wechselte der großgewachsene, kräftige Innenverteidiger auch aus beruflichen Gründen zum Liganachbarn Eintracht Trier. Dort war er sofort ebenfalls Stammspieler und bekam auch die Kapitänsbinde. Nach zwei Jahren in den unteren Tabellenregionen verpasste der Verein in seinem dritten Jahr den Aufstieg in die 3. Liga als Tabellenzweiter nur knapp.
Çınar bekam aber ein Angebot des Drittligisten Wacker Burghausen, der mit der zweitschlechtesten Abwehr der 3. Liga einen Führungsspieler für die Verteidigung suchte. Er unterschrieb ab 2011 für zwei Jahre mit Option auf Verlängerung um ein Jahr.
Nach zwei Jahren in Burghausen wechselte Çınar 2013 zum Ligakonkurrenten Chemnitzer FC und erhielt einen Vertrag bis 2015. In der Hinrunde der Saison 2013/14 kam Cinar zu 16 Einsätzen und erzielte dabei ein Tor. Im Januar 2014 wurde der Vertrag auf seinen Wunsch hin vorzeitig aufgelöst.
Im Frühjahr wechselte Çınar in die türkische Süper Lig zu Kayseri Erciyesspor. Zur nächsten Saison heuerte er beim Zweitligisten Gaziantep Büyükşehir Belediyespor an.
Zusätzlich engagiert sich Josef Çınar seit 2013 bei Show Racism the Red Card- Deutschland e.V. Im Oktober beteiligte er sich bei einem Workshop der Bildungsinitiative und berichtete den Schülern und Schülerinnen über seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung.
Alanzinho | İskender Alın | Onur Alkan | Harun Biçer | Ufuk Budak | İshak Çakmak | Josef Çınar | Talha Demir | Aykut Erdoğan | Muhammed Himmet Ertürk | Ahmet Sabri Fener | Benjamin Fuchs | Fatih Gülmez | Erdal Güneş | Şehmus Kaya | Oğuzhan Kayar | Foxi Kéthévoama | Nemanja Kojić | Francis Litsingi | Bara Mamadou Ndiaye | Yasin Ozan | Nikola Raspopović | Erkam Reşmen | Gökhan Sazdağı | Umut Sönmez | Adam Stachowiak | Yenal Tuncer | Ibrahima Wadji | Murat Yıldırım | Serkan Yanık
Trainer: Bayram Bektaş